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7. Mai 2013

Warum Veganer solche Arschlöcher sind!

Ich habe keine Angst zu sagen was ich denke wenn Wenige meiner Meinung sind.
Viel schlimmer ist es von Vielen ignoriert zu werden.

Ein ehrlicher und harter offener Brief an alle, die es interessiert.
Als ich anfing mich vegan zu ernähren wollte ich nie einer dieser Bekehrer werden. Die haben genervt. Ich wollte niemanden nerven. Soll doch jeder machen, wie er meint. Wenn jemand sich interessiert, gebe ich gerne Auskunft wie und warum ich das mache aber ich dränge es niemanden auf. Dies ist nicht mehr aktuell. Und es hat einen sehr guten Grund. Ich lade jeden ein sich ernsthaft mit meiner Wandlung zu beschäftigen. Keine Fakten über Massentierhaltung. Keinen erhobenen Zeigefinger. Nur (m)eine Gedanken und Geschichte.

Was hättest Du damals getan?

Ich habe mich oft gefragt, ob ich als junger Erwachsener in anderen Zeiten protestiert hätte. Wäre ich gegen Atomkraft, Vietnam-Krieg oder ein vereintes Deutschland demonstrieren gegangen? Jeder kennt die Filme über diese Zeiten. Die Helden waren immer die die gegen Ungerechtigkeit waren. Wir schauen diese Filme und denken uns: „Ich hätte auch mitgemacht!“ Diese Ungerechtigkeit hätte ich auch nicht mit mir machen lassen. Ich hätte was dagegen getan“. Na klar….. und heute? In der wirklichen Welt? Was habe ich bisher getan gegen die Ungerechtigkeit?

Was kann ich jetzt tun?

In der Gegenwart aber habe ich die Möglichkeit. In 10-20 Jahren kann ich meinen Kindern hoffentlich davon erzählen, dass ich das System der Massentierhaltung und Tötung nicht akzeptierte. Wir leben in einer Zeit in der Meinungen sehr stark von Industrie und Medien vorgegeben werden. Wir leben aber auch in einer Zeit der (größtenteils) frei verfügbaren Informationen. Wir können jeden Tag recherchieren, was um uns herum passiert um anschließend nach unseren ethischen Ansichten handeln.

Die Maschine springt nicht an

Unterhalte ich mich wirklich ernsthaft über das Thema passiert größtenteils immer das gleiche. Es wird zugestimmt. Sogar sehr früh. Die Leute wissen es ist falsch was in diesem System passiert. Es ist wie bei einem Motor, der nicht anspringen will. Er macht Geräusche aber der Funke ist nicht stark genug. Es bleibt beim „Ja stimmt, es ist falsch“ aber leider bleibt es bei dem Satz. Am Abend ist der gewohnte Gang zum Döner alles, was von diesem Satz übrig blieb.

Veganer gelten als Wichtigtuer

Ist doch alles nur Selbstdarstellung, lauten viele Vorurteile. Ich kann von mir sagen, ich steh drauf im Mittelpunkt zu stehen, ja! Wenn ich Leute zum Lachen bringen kann. Das ist ein schönes Gefühl, hat aber mit veganer Wichtigtuerei und dem erhobenen Zeigefinger nichts zu tun. Sind wir mal ganz ehrlich. Es geht nicht um mich. Es geht nicht um die Veganer. Es geht auch nicht um die Nicht-Veganer und das sich eventuell jemand besser fühlt. Wer sich angegriffen fühlt, dem muss ich leider sagen: Sorry aber die Welt dreht sich nicht um Dich. Es geht nicht um deine Freiheit zu essen, was Du willst, sondern um die Konsequenzen, die es verursacht.

Je mehr ich weiß desto weniger verstehe ich

Ich kann mittlerweile nicht mehr verstehen, wie ich mich als tierlieb bezeichnen kann, abends auf der Couch mit Katze oder Hund kuschele und am nächsten Tag Fleisch essen kann. Das geht nicht mehr in meinen Kopf. Bitte erklärt mir, mit welcher Logik dies gerechtfertigt werden kann. Ernsthaft: Wie geht das? Ich verstehe es nicht.

Warum nerven also alle Veganer?

Weil Sie leiden. Sie müssen täglich Ungerechtigkeiten sehen und hinnehmen. Stell dir vor im Haus nebenan wird jemanden Unrecht getan. Jeden Tag. Und niemand will Dir zuhören. Sagen sogar: „es ist doch normal“. Verspotten Dich vielleicht. Und Du hörst dieses Unrecht jeden Tag. Jede Stunde. Was tust Du?

In diesem Sinne – bon apetit
Daniel Weber

„Bei dem Versuch das Recht auf Leben
In Gesetze zu verpacken
Haben sie bei dir Tier einige Sätze weggelassen
Deine Schreie zu erhören wurde leider verpasst
Weil du für Menschen
Keine verständliche Stimme hast
Erheb ich meine Stimme für dich“
– Thomas D.

Liebe und Hass bitte in die Kommentare (aber bleibt friedlich)

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170 Antworten zu “Warum Veganer solche Arschlöcher sind!”

  1. Antisoja sagt:

    Was wirklich nervt, ist das Anpreisen von Ersatzprodukten. Mal ganz abgesehen davon, dass Soja in rohen Mengen krebserregend ist und NICHT an den Fleischgeschmack rankommt, ist mir neulich echt die Hutschnur geplatzt. Ich wollte was mit Gemüse kochen und habe bei Chefkoch „vegetarisch“ ins Suchfeld eingegeben. Was dann als Vorschlag kam war vegetarische Bolognese mit Soja, Chili sin carne mit Soja, Hamburger mit Soja (was ist aus den guten Gemüseburgern geworden?) usw. Ich musste ziemlich weit scrollen, bis ich bei einem Kartoffel-Linseneintopf gelandet bin. Ganz ehrlich wenn ihr so sehr Ersatzprodukte als Fleischersatz braucht, dann befriedigt lieber einmal pro Monat eure Fleischgelüste anstatt die ganze Welt mit euren Soja-Rezepten zuzumüllen. Denn Soja ist weder für die Gesundheit, noch für die Umwelt gut und es gibt genug leckere und ausgefallene Gemüserezepte.

    • Sonja sagt:

      Aber Soja wird doch in sehr viel grösseren Mengen an Tiere verfüttert und dann auch noch das genmanipulierte Soja.
      Was sind da schon die 200 gr. Soja pro Woche, die der geneigte Veganer isst? Mit der Umwelt brauchst Du da nicht kommen!

      Soja ist zudem eine Eiweissquelle und deswegen „Fleischersatz“, nicht zwangläufig wegen des Geschmacks oder um Fleischgelüste zu befriedigen.

      Hör Du doch auf, die ganze Welt mit Leichenteilen-Rezepten zuzumüllen oder hier rumzupöbeln, nur weil Du nicht in der Lage bist, vernünftig zu googeln.

  2. Matrix13 sagt:

    Hallo Daniel,
    Danke für den tollen Artikel!
    Ich habe ihn zwar erst jetzt gelesen, aber er hat mir sehr geholfen! Ich bin erst vor kurzem auf vegane Ernährung umgestiegen und dieses Leben ist wirklich nicht sehr leicht. Wie du gesagt hast, leide auch ich jeden Tag… Mal mehr mal weniger, jenachdem wie gut ich mein wissen über das was da draußen passiert verdrängen kann.
    Es tut gut zu wissen, dass man mit dieser Einstellung und diesen Gefühlen nicht alleine dasteht… :)

  3. Veggii sagt:

    Toller Artikel, danke dafür! :-)

    „Warum nerven also alle Veganer?
    Weil Sie leiden. Sie müssen täglich Ungerechtigkeiten sehen und hinnehmen“
    – So ist es. Die Fleischesser denke, man wolle Ihnen (persönlich) was Böses, dabei will man doch nur den Tieren und ALLEN Lebewesen was Gutes…

  4. New Number 2 sagt:

    So, jetzt ist es wohl offiziell bestätigt: Veganer sind ARSCHLÖCHER und können mit konstruktiver Kritik nicht leben.
    Oder warum wurde mein Beitrag hier gelöscht in dem ich (45, omnivorer Mensch) mit Beispielen und grundsätzlicher Logik an meiner Familie zeigte, dass die meisten theoretischen Kalküle der hier, wahrscheinlich eher jungen anwesenden Träumerle-Veganer (meistens depressive Emo-Gutmenschen um die 30), nicht haltbar sind????

    Jaja: Veganer haben die besseren Argumente und wenn nicht, dann löschen wir die Argumente der anderen einfach und schon passt das wieder. Danke, ihr ZukunftIn der MenschInnen!

  5. kerstin sagt:

    wow!!! bei aller kritik und genervtheit, bitte immer im hinterkopf behalten: es geht hier nicht um uns, es geht um die schwachen dieser erde, für die wir „starken“ verdammt nochmal eine verantwortung haben….

  6. Edith Katharina sagt:

    Kein Pferd, keine Kuh / Kalb, kein Schwein – Schaf, kein Geflügelvieh, kein Tier wird ausgebeutet, ausgeblutet, zu Tode gequält! Wir müssen alle unser Verhalten überdenken und die Empathie für die, die sich nicht wehren können, behalten. Ich bin überzeugt, dass das Verbraucherverhalten von entscheidener Bedeutung ist; welche Lebensmittel; Kosmetik- Produkte, welche Medikamente, Kleidung usw. usw. kaufen wir. Geld regiert die Welt und nur über den Faktor Geld wird sich etwas verändern.
    Ethik ist aber die Voraussetzung für richtige Entscheidungen. elogo

  7. Edith Losert-Goebel sagt:

    Jedes Leben achten
    Jedes Leben ehren
    Jedes Leben bewahren
    Kein Leben zerstören

    Die Größe einer Nation und ihre moralische Reife lassen sich daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt. (Mahatma Gandhi)

    Wir können das Herz eines Menschen danach beurteilen, wie er Tiere behandelt.“ – Immanuel Kant

    Kein Pferd, keine Kuh / Kalb, kein Schwein – Schaf, kein Geflügelvieh, kein Tier wird ausgebeutet, ausgeblutet, zu Tode gequält! Wir müssen alle unser Verhalten überdenken und die Empathie für die, die sich nicht wehren können, behalten. Ich bin überzeugt, dass das Verbraucherverhalten von entscheidener Bedeutung ist; welche Lebensmittel; Kosmetik- Produkte, welche Medikamente, Kleidung usw. usw. kaufen wir. Geld regiert die Welt und nur über den Faktor Geld wird sich etwas verändern.
    Ethik ist aber die Voraussetzung für richtige Entscheidungen. elogo

  8. Jenni sagt:

    Hallo Daniel!

    Ein toller Artikel, der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.
    Ich halte es immer noch mit der Strategie, niemandem auf die Füße treten zu wollen, wenn ich ehrlich bin. Allerdings teile ich die Ansicht, dass das, was ich und jeder und jede andere essen, in diesen Zeiten keine Privatsache mehr ist.
    Allerdings habe ich immer Schrecken vor den Hass-Wellen, die immer unweigerlich folgen, sobald man die Menschen vorsichtig auf das aufmerksam macht, was sie eigentlich ohnehin alle wissen, aber erfolgreich verdrängen.

    Ich hoffe, ich finde mit der Zeit die Courage, dezidierter Stellung zu beziehen.

    Da ich deinen Artikel so toll finde, habe ich ihn übrigens gleich mal geteilt. Das müssen mehr Menschen lesen! :)

    Liebe Grüße!
    Jenni

  9. Astrid sagt:

    Bauernhöfe sind die Vorhöfe der Schlachthöfe, also der Hölle!
    Die Kühe werden ausgepresst, ihnen werden die Kälber genommen und den Kälbern die Milch, anschließend werden sie abgeschlachtet, einfach nur aus Geldgier und Spaß nämlich Gaumenfreude. Mich nerven diese verlogenen Argumente von der Natur und dem schönen Leben der Tiere. Das ist Selbstbetrug!
    Wir müssen uns ändern!

  10. Horst sagt:

    Hallo Daniel,
    wie in jeder Situation im Leben gibt es auch bei der Ernährung unterschiedliche Blickwinkel, ausgehend vom eigenen Standpunkt und dem Standpunkt der Anderen.
    Als Veganer kannst Du Deinen Standpunkt/ Blickwinkel erklären und hoffen/ erwarten das Dein Standpunkt akzeptiert, verstanden und ggf. übernommen wird. Auch wenn Du Deinen Standpunkt überzeugend darstellst, bedeutet das nicht gleichzeitig das Deine Zuhörer auf der Stelle ebenfalls zum Vegetarier oder zum Veganer werden. Seine Nahrung umzustellen ist eine tief einschneidende Veränderung im Leben, zu erkennen das der Verzicht auf tierische Produkte gesünder ist – macht noch keinen Veganer. Wieviel adipöse Menschen wissen das Sie ungesund leben? Deswegen werden sie aber nicht von dem Moment an schlanker, auch wenn Sie wissen dass sie „nur“ weniger Kalorien zu sich nehmen müssten. Solange nur ein geringer Prozentsatz (< 5-10 % ) in der Bevölkerung vegan lebt, werden die großen Lebensmittelkonzerne ( inkl. Handel) ihren Profit dort nicht finden. Hier liegt meiner Einschätzung nach aber der Schlüssel einer gößeren Verbreitung der veganen Ernährung. Wenn eine genügend große Menge der Verbraucher vegane Lebensmittel verlangt und die Industrie dort einen lukrativen Markt erkennt und auch bedient, werden sicherlich viel mehr Menschen in der Folge den Umstieg auf eine Ernährung ohne bzw. mit weniger Tierprodukten schaffen.

    Gruß Horst

    Btw: Radikalisierung in der Argumentation bringt nichts, ausser das die Diskussion in eine ungewünschte Richtung läuft.

  11. Netti sagt:

    „Diese Tiere hätten nicht existiert, wenn wir sie nicht zur Schlachtung produziert hätten.“

    Gemäß logischer biologischer Grundsätze lebt das Tier. Es ist nicht fühllos und ohne eigene Interessen zu Welt gekommen, auch wenn es in Deinem Sprachgebrauch „produziert“ worden ist. Es ist ein vollkommenes Lebewesen, das leben will. Völlig gleich, ob es im Wald oder im Stall geboren wurde, seine Existenz ist real, man kann sie sich nicht verkehrt reden und meinen, es gäbe einen Unterschied zwischen zur Schlachtung existent oder zum Leben existent. Für das Tier gibt es keinen Unterschied. Es lebt und will am Leben bleiben und nicht getötet werden.

    „Ich renne nicht halbnackt in der freien Wildbahn herum und schieße mit Maschinengewehren Bambis nieder, reiße ihr noch warmes Herz heraus und fresse es roh und pochend.“

    Es gibt keinen Unterschied für das pochende Herz, ob es mit Bolzenschuss oder Maschinengewehr hingerichtet wird. Es wird getötet. Und es sind Bambis, Synonym für Tierkinder. Es bleibt auch gleich, ob man das Tier sofort im Wald, oder verwurstet zu sich nimmt. Diese Deine Aussage will das Töten, das Du durchführst rechtfertigen und schönreden. Das macht keinen Sinn. Das pochende junge kräftige Herz wird brachial vernichtet. Von Dir.

    Da ist es auch nicht von Belang, wer in der Zukunft „gesünder“ sein wird. Im Herzen ärmer, kälter, verrohter und grausamer bist Du und werden auch Deine Nachkommen sein.

    • New Number 2 sagt:

      Liebe Netti,
      äußerst metaphysische Thesen, die du aufstellst. Aber dadurch wird meine Familie nicht satt. Die Behauptung, dass wir omnivoren Menschen kälter und ärmer im Herzen sind kann doch nur von jemandem kommen, der Essensdiktatur im Volk erzwingen will. Ist das warm und reich im Herzen oder eher engstirnig und anti-empathisch im Denken? Die Freiheit des Menschen ist nämlich vor allem die Freiheit des anderen Menschen, auch in der Essenszusammenstellung.
      Und bitte nicht immer Tiere vermenschlichen. Sie sind Tiere und keine Menschen, wobei keine Tiere nicht Menschen sein müssen (man denke nur mal an Telefone oder Tanz).

  12. New Number 2 sagt:

    Nun ja. Ich schlachte und esse ja Tieren, die extra dafür gezüchtet wurden gegessen zu werden.
    Ja, sie haben richtig gelesen: Wir schlachten Schweine und Kälber aus eigener Zucht, die wir von Ferkel-, bzw. Kälbchenbeinen an groß gezogen haben. Auch meine Söhne (4 und 7) helfen beim verwursten mit und freuen sich auf die leckere Blutwurst, die Bio-Steaks und-Burger und die wissen, dass Fleisch nicht auf dem Fleichbaum oder in der TK-Truhe im Supermarkt wächst.
    Diese Tiere hätten nicht existiert, wenn wir sie nicht zur Schlachtung produziert hätten.
    Ich renne nicht halbnackt in der freien Wildbahn herum und schieße mit Maschinengewehren Bambis nieder, reiße ihr noch warmes Herz heraus und fresse es roh und pochend, während die angeekelte Veganerzunft um mich herum kotzt. Wir schlachten unter Aufsicht des Veterinärs.
    Unsere Familie ist, nur zur Information und als Gegenthese zum beliebte Veganer-Vorurteil des „immer kranken Fleischfressers“, auch relativ gesund, normalgewichtig und hat kaum Krankheiten (die meisten Familienmitglieder werden seit Generationen weit über 80, teilweise 90 Jahre (Ausnahmen sind Krieg oder Unfall). Alle sterben friedlich, ohne Alzheimer, Gicht, Demenz, Krebs oder ähnliche Beschwerden, zumeist zuhause im Kreise der Familie).
    Die Zukunft wird zeigen, wer den gesünderen Weg geht.

  13. Christine sagt:

    Ich bin Vegetarier geworden als ich zu meinem jetzigen Mann aufs Land zog und die für mich traurigen Kühe im Sommer jeden Morgen an meinem Fenster vorbeigingen, als ich Einsicht erhielt wie sie leben (das wusste ich vorher auch schon, aber es mit eigenen Augen zu SEHEN, war etwas ganz anderes). Und dann habe ich eines Tages an einem grauen Regentag gesehen wie eine Kuh mit ihrem frisch geborenen Kalb von der Weide geholt wurde. Das Kalb war pitschnass und versuchte hinter seiner Mama, die schreiend auf der Strasse lief, hinterher zukommen. Die Mutter drehte sich dauernd um und schaute immer nach ihrem Kind. Und das Kleine stakste mit seiner Nabelschnur am Bauch hinter ihr her im strömenden Regen. Und ich wusste genau, sobald sie im Stall sind, werden beide getrennt. Das hat sich so in mein Gedächtnis eingegraben, dass ich keine Milch mehr trinken kann und auch keine Milchprodukte mehr essen will. Dito mit Eiern……es war so schrecklich.

  14. Netzbuddhist sagt:

    Lieben Dank für diesen wunderbaren Artikel! Als sozial engagierte Buddhistin spricht mir dieser Artikel aus dem Herzen. Man muss auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machen und Handeln, wie es einem selbst möglich ist. Dabei muss man immer wieder die Handlung und innere Haltung überprüfen und Lösungen vorschlagen.

    Die Veganer, die ich kennenlernen dürfte haben nie den Drang gehabt sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Es ging immer um die Sache selbst.

    Liebe Grüße, Wasana

  15. Sandro sagt:

    „Ich kann mittlerweile nicht mehr verstehen, wie ich mich als tierlieb bezeichnen kann, abends auf der Couch mit Katze oder Hund kuschele und am nächsten Tag Fleisch essen kann.“

    Weil das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.
    Es ist nichts falsches daran, Fleisch zu essen, ganz im Gegenteil.

    Was falsch ist, und in diesem Punkt kann ich die Vegetarier verstehen (bei Veganern tu ich mir da ehrlich gesagt ziemlich schwer, die wirken auf mich wie religiöse Fundamentalisten), ist die Massentierhaltung und industrielle Verarbeitung von Lebewesen zu Fleischprodukten.

    Das ist in höchsten Maße pervers und auch inhuman, ja da stimme ich voll und ganz zu.

    Aber es ist nicht falsch Fleisch zu essen! Ich hätte kein Problem damit, mir meinen Hasen oder mein Reh mit Pfeil und Bogen selbst zu schießen und das Tier dann zu Hause in der Gemeinschaft zu verarbeiten. Das wäre absolut natürlich, dabei würde auch alles im vernünftigen Rahmen verwertet werden.

    Leider leben wir nicht in einer perfekten Welt. Sich vegetarisch oder vegan zu ernähren, mag ja eine Form des Protestes sein, so manch einer fühlt sich damit auch sicherlich besser und gesünder, dennoch ist es keine Lebensweise, welche für ALLE Menschen passen würde. Ich könnte das nicht. Ich könnte mich nicht selbst bestrafen und für alle Zeiten auf Fleisch verzichten, nur um ein Zeichen zu setzen.

    Da bekämpfe ich das Übel lieber an seiner Wurzel, dem Kapitalismus! Denn Hand auf’s Herz: Gefühlt 95% aller Probleme dieser Welt haben dort ihre Ursache. Die Natur, sowie die Menschen werden ausgebeutet wegen Geld und Gewinnsucht. Kriege werden aufgrund von Geld und Ressourcen geführt, Hühner und Kühe müssen deshalb dicht an dicht absolut unwürdig und eingepferscht leben bis sie auf die Schlachtbank dürfen, weil dies den Gewinn maximiert.

    Diese Liste lässt sich unendlich fortführen. Nicht das Essen von Fleisch ist schlecht, das System, in welchem wir leben ist es! Das gilt es zu ändern. Nur zu sagen „Oho, ich ernähre mich nur noch von Obst, welches freiwillig herabgefallen ist, ich bin ja so ein Gutmensch!“ wird dieses System nicht zum Wanken bringen.

  16. Zardoz sagt:

    Mich nerven Veganer – aber am meisten Tierrechtler – wegen des Unterschieds zwsichen ihrem Anspruch und ihrem Unwillen, ihre Ideologie zu Ende zu denken. Das Ergebnis ist ein unausgegorenes und willkürliches Konglomerat aus Vorstellungen, die mit totalitäterem Eifer vorgetragen werden und sie jeden Widerspruch wegzensieren oder niederbrüllen läßt

  17. Mell sagt:

    Ich hab da mal eine ganz neutrale Frage die mich wirklich schon eine ganze Weile beschäftigt, jedoch kenne ich niemanden der mir diese Frage beantworten kann. Ich hoffe das dies jetzt nicht falsch verstanden wird oder dumm klingt.
    Da Veganer gegen Tierquälerei und Massenproduktion von Fleisch sind, dadurch ja auch keine Tierprodukte essen, würde dann ein mensch der sich diesem Lebenstil verschrieben haben ein Glas Milch von einer Kuh trinken die ein schönes Leben auf einem Bauerhof verbringt?
    Bitte nicht böse sein aber das intressiert mich wirklich :)
    Hoffe mir kann das Jemand beantworten.
    Lg :)

    • Markus sagt:

      ..Kühe werden alle 12 Monate geschwängert, damit sie kalben. Nur so gibt die Kuh für das Kalb bestimmte Muttermilch. Auf jedem Bauernhof wird der Kuh nach der Geburt das Kalb weggenommen, ansonsten kommt der Mensch nicht während der fast einjährigen natürlichen „Stillzeit“ an die für das Kalb bestimmte Muttermilch. Ethologen halten den Verlust des eigenen Nachwuchses für das grösste erfahrbare Leid überhaupt, insofern ist fraglich ob es das von dir in den Raum gestellte Szenario überhaupt tatsächlich geben kann.. Veganer lehnen eine solche systematische Leidzufügung ab und wählen daher Alternativen zur Milch.. Hoffe deine Frage konnte damit beantwortet werden :-)?

      • Bauer sagt:

        Das ist so nicht ganz richtig.

        Eine Kuh gibt Milch, sobald sie gekalbt hat. Auf den meisten Bauernhöfen säugen die Kühe ihre Kälber, bzw. die Kälber werden mit der Muttermilch aufgezogen.

        Allerdings ist es bei den Kühen, wie bei den meisten anderen Säugetieren so, dass sie nicht aufhören, Milch zu produzieren, solange die Nachfrage besteht. D.h. wenn das Kalb nicht mehr auf die Milch der Mutter angewiesen ist, kann der Mensch sie weiterhin abmelken. Das „Abstillen“ ist überdies sehr schmerzhaft für die Kuh, insofern lindert das Melken sogar das Leid der Kuh.

        Das o.g. Szenario, in der Mensch und Kuh eine friedliche und freundschaftliche Koexistenz (bzw. Symbiose) führen, ist also nicht nur möglich, sondern weltweit sehr gängig, solange keine Massentierhaltung ins Spiel kommt.

        • Markus sagt:

          @Bauer: bezogen auf die allgemein übliche Praxis ist das was Sie da geschrieben haben Unsinn, sorry..

          Wir leben auf dem Land, unsere Großeltern haben kleinere Bauernhöfe und es wird hier _überall_ so gemacht. Auch das mit dem „hören nicht auf Milch zu geben“ ist Blödsinn, genauso (!) die Beschränkung auf Massentierhaltung – die Kälber werden direkt nach der Geburt weggenommen, die Kühe werden jedes Jahr (!) neu besamt, das macht jeder mir bekannte Hof so (das wird selbst bei Demeter-Höfen, der „teuersten“ Milch, so gemacht).

          Wenn Sie es nicht glauben, dann schauen Sie einfach mal auf einem Bauernhof vorbei und fragen nach – alternativ kann man sowas aber auch leicht im Internet recherchieren, siehe bspw. hier bei Wikipedia:
          http://de.wikipedia.org/wiki/Milchproduktion#Aufzucht

          Was Sie vielleicht meinten: den Kälbern wird in den ersten Tagen („Biestmilch“) häufig noch die Muttermilch (aber abgesondert von der Mutter) gegeben. Ändert aber nichts an der hier kritisierten Grausamkeit. Außerdem gibt es sogenannte Mutterkuhhaltung ohne Trennung von Kalb und Mutterkuh, das ist aber „Fleischproduktion“ und hat mit der hier kritisierten Milchwirtschaft wieder nichts zu tun.

          Natürlich gibt es darüberhinaus ganz vereinzelte Exotenhöfe, die eine muttergebundene Kälberaufzucht bei Milchvieh versuchen. Verschiedene Umfragen hierzu weisen ca. 5%-10% der Bio-Betriebe aus, die eine solche Form der Aufzucht versuchen (hier z.B. 8%: http://www.landbauev.de/download/Muttergebundene_Kaelberaufzucht.pdf). Gemessen am Gesamtmarkt hat Bio-Milch einen Anteil von 2,2% – davon 8% machen unerhebliche 0,17% am Gesamtmarkt..

          Die allermeisten Bauernhöfe (>99% der verfügbaren Milch) praktizieren nachweislich diese grausame Praxis, nur so ist (heute) Milch wirtschaftlich produzierbar..

  18. Markus sagt:

    Manche Kommentare sind echt zum schreien :-D! Wer „Respekt“ oder „Naturverbundenheit“ mit Töten bzw. Töten-lassen gleichsetzt sollte sich nochmal seine Gedanken machen.. Und wenn derjenige dann immer noch auf dieser Meinung beharrt, dann soll er das tun – aber sich bitte nicht beschweren, wenn ihm jemand der von seiner Machtstellung höher steht respektvoll ein Messer in den Hals rammt oder aus Menschenverbundenheit ihm einen schmerzlosen Kopfschuss verpasst.. Weil das wär genauso logisch :-)..

    • DerNaturverbundene sagt:

      Die Natur gebiert und tötet, das war immer so und wird immer so sein. Und ich frage mich, ob du das tatsächlich bestreiten willst?

      Und es ist wichtig und auch richtig, daß es so ist. Andernfalls wäre z.B. die Evolution (deren Produkt auch wir sind) garnicht erst möglich. Denn, es mag dich vielleicht überraschen, aber trotz aller Prätention und Blasiertheit ist auch der Mensch im Grunde nichts weiter als ein Tier, oder eben „ein Stück Natur“.

      Ich weiß zwar nicht, ob dein „Kopfschuß“ so richtig in die Nahrungskette paßt, doch im Grunde hast du natürlich recht:
      Ich hätte keinen Groll gegen den Hai oder den Löwen, der mich fräße, denn er täte es weder aus Bosheit noch aus Mißgunst – es entspräche einfach seiner Natur.
      Und – wie erwähnt – ich respektiere die Natur und vertraue ihr, selbst wenn mir nicht alles gefällt.
      Wie könnte ich lächerlicher Mensch mir auch anmaßen, sie zu kritisieren und zu belehren, nur weil ihre Regeln nicht in MEIN ethische Idealbild passen?

      Wenn ich hungrig bin, kann ich einen Fisch fangen und ihn essen, ohne daß mich das zu einem bösen Menschen oder einem moralischen Verbrecher macht. Abartig werde ich erst, wenn ich dabei den Respekt verliere und anfange, aus Profitgier zu töten, Tiere zu quälen, sie massenhaft „herzustellen“ und zu verarbeiten oder sie sinnlos oder aus Spaß zu töten.

      ..just my two cents..

      • Markus sagt:

        ..wie fängst du deinen Fisch oder dein Fleisch? Fange ihn so wie es die Natur vorgesehen hat, ohne Hilfsmittel, mit deinen Händen – beiß ihn auf und iss ihn ohne Hilfsmittel (Feuer etc.).. Dann bist du tatsächlich naturverbunden!

        Und das mit dem Respekt nehme ich dir immer noch nicht ab, weil es ist das genaue Gegenteil von Respekt gegenüber der Natur oder gegenüber einem anderen Leben eine tötende Handlung zu setzen, die man nicht setzen muss..

        • New Number 2 sagt:

          Du, lieber Markus, kaufst ab heute auch Dein Essen nicht mehr, sondern ziehst alles selbst, holst Wasser vom Bach und Äpfel vom Baum, der ohne Hilfe gewachsen ist. Trägst keine Kleidung mehr, sondern lässt Dir ein Fell wachsen und verwendest keine Kosmetikartikel mehr. Und natürlich kochst Du auch nichts mehr und isst alles roh und kalt.
          Wenn Du schon so argumentierst, dann auch reflektiert, gell?

  19. Angelika Vrede sagt:

    Der Artikel spricht mir total aus dem Herzen, es geht mir ganz genauso…. wenn man die Leute auf die Probleme hinweisen möchte und Ihnen klar machen will, was man tun und lassen sollte um Tierquälerei, Monopolismus und Umweltvergiftung zu mindern, fühlen sie sich auf den Schlips getreten. Sie meinen man will sich als Besserwisser aufspielen, oder man will Ihnen nichts gönnen, sie in Ihren Freiheiten einschränken und sagen dann noch, „du fährst ja selbst auch Auto, du brauchst gar nichts sagen, sei doch erst mal ein Vorbild… “
    Allerdings wird anderweitiges vorbildhaftes Verhalten auch kaum zur Kenntnis genommen, wie z.B. vegane Ernährung, Kauf regionaler/biologischer Lebensmittel um weite Transportstrecken zu vermeiden, Kauf von Second-Hand Kleidung oder Kleider-Tausch mit Freunden, Nicht-Kauf von Marken wie Coca Cola, Nestle, Unilever, etc. um denen nicht dabei zu helfen immer mächtiger zu werden und uns dann das ganze Übel ein zu brocken, wie Wasser-Privatisierung und Gen-Food. Ja, das Thema fing bei Veganismus an, ist aber noch viel weitreichender! Denn wer vegan ist, und Coca-Cola schlürft oder Kekse mit Palmfett verzehrt (wofür ganze Regenwälder gerodet werden), unterstützt damit genauso viel Übel auf der Welt.
    Aber sehr interessant, die vielen Meinungen….
    Jedenfalls, wer da nicht vegan sein kann oder will, der hat noch genug andere Möglichkeiten sich für eine bessere Welt ein zu setzen…
    So, und jetzt erst mal die Leute dazu kriegen, dass sie bei der Europa-Parlamentwahl für die richtigen Parteien stimmen, damit diese Freihandelsabkommen hoffentlich NIE durchgehen wird, oder hat jemand Lust auf Chlorhuenchen, Gifte in Essen/Kosmetik und Genfood, nach dem Motto „hauptsache billig“?!

  20. DerNaturverbundene sagt:

    Ich lese seit langem mit großem Interesse, welche Meinung und Überzeugung viele Veganer vertreten. Trotzdem kann ich sie nicht teilen und werde mich ihnen vermutlich auch nicht anschließen.
    Und ich weiß, daß dies viele nicht gern lesen werden, doch ich möchte es kurz erklären:

    Lange Zeit war ich als Manager tätig, habe viel Geld verdient und konnte mir viel Luxus leisten. Da ich in ein solches gesellschaftliches System geboren wurde, war mir von klein auf ein striktes Wertesystem vorgegeben, sowie klare Regeln und Ziele, die es zu verfolgen galt. Und ich habe sie erreicht, war zielstrebig und ehrgeizig, habe für große Konzerne gearbeitet, wirtschaftliche Interessen vertreten, war gefragt und erfolgreich.

    Und doch hat mich dieses Leben nie glücklich gemacht. Egal welche Ziele ich erreichte oder wieviel Geld ich auch hatte, bestand mein Leben doch immer aus einer Blase aus Konventionen und Fassaden und ich suchte immer nach dem, was mir wirklich fehlte.

    Gefunden habe ich es schließlich in meinen Kindheitserinnerungen. Das Gefühl, wie ich auf dem Bauernhof von Freunden und Schulkameraden mit jungen Ziegen gespielt habe, mit Schweinen um die Wette gelaufen oder auf Kühen geritten bin. Damals habe ich versucht, so viel Zeit wie möglich dort zu verbringen, habe geholfen, sie zu füttern, kannte ihre Namen, bin sogar die ganze Nacht nicht nachhause gekommen, weil ich unbedingt der Geburt junger Kälber beiwohnen mußte.
    Dies alles hat mich sehr geprägt, und offengesagt hoffe ich inständig, daß auch meine Kinder und Enkel noch mit Ziegen und Schafen über die Wiese toben können.

    Und erst dadurch ist mir bewußt geworden, wer und was ich wirklich bin, und wie weit ich mich schrittweise davon entfernt hatte.

    Es war nicht leicht, mein ganzes vorheriges Leben aufzugeben, doch ich kündigte meinen Beruf, gab allen Luxus auf, verkaufte mein Haus und mein teures Auto und zog mich zurück. Ich verbrachte einige Jahre im südostasiatischen Dschungel, um dort mit Menschen zu leben, die wirklich eng mit der Natur leben, ich lernte von der Natur zu leben und sie respektvoll zu nutzen.

    Mittlerweile lebe ich wieder in Deutschland und bin kein Manager mehr. Aber ich kann inzwischen sehr klar und deutlich sehen, was der Natur dient und was ihr schadet. Und Ich bin überzeugt, daß dieser Blick gleichermaßen in beide Richtungen getrübt sein kann.

    Auf der einen Seite gibt es die Arbeitsdrohnen wie mich, die in ein wirtschaftlich motiviertes System geboren werden und die Interessen der Natur garnicht erst kennenlernen.
    Auf der anderen Seite sind die romantisch Verklärten, die zwar verstanden haben, daß einiges falsch läuft, jedoch die Vorstellung einer bunten Disneywelt, ohne Krankheit, Leid und Tod haben, in der Fuchs und Hase miteinander spielen und jedes Ferkel lieber ein Schäferschwein wäre.
    Und beide sind gleichermaßen realitätsfremd.

    Ich war nie sehr religiös, doch wenn ich es wäre, sähe ich mich als eindeutiger Anhänger Gaias, der Urmutter, der Natur selbst.
    Die Natur hat uns hervorgebracht. Sie ist nicht gerecht, manchmal grausam, aber was sie tut, ist ehrlich und funktioniert.

    Ich ehre das Tier, das ich esse. Ich fühle mich ihm verbunden, denn mir ist durchaus bewußt, daß unsere Rollen auch umgekehrt sein könnten. Trotzdem habe ich kein schlechtes Gewissen, daß ich nun die Spezies bin, die in der Nahrungskette höher steht, denn ich habe es mir nicht ausgesucht, Gaia hat es mir zugedacht. Und ich will auch nicht verleugnen oder verweigern, was ich bin, ein Homo Sapiens, ein Allesfresser.

    Ich halte es durchaus lobenswert, daß der Mensch ein ethisches Empfinden entwickelt, daß ihn anhält, Schwächere zu schützen. Doch nüchtern betrachtet ist Ethik eine Erfindung des Menschen, die sich von Kulturkreis zu Kulturkreis und Epoche zu Epoche ändert. Und aus diesem Blickwinkel halte ich es für äußerst bedenklich, die Ethik des Menschen über die allzeit konstanten Gesetze der Natur zu stellen. Und die „Better than nature“-Philosopie hielt ich schon immer für extrem anmaßend.

    Wenn ich die Wahl zwischen echtem Leder oder Kunstleder habe, würde ich mich immer für echtes Leder entscheiden, denn ich kann es schätzen, es hat Persönlichkeit, ist – wie ich selbst – natürlich gewachsen und kommt ohne Industrie, Erdölchemie, PVC und Acrylen aus.
    Woimmer ich mir unsicher bin frage ich mich: was hat Gaia vorgesehen? Was würde die Natur tun?

    Daß Massentierhaltung, die systematische Aufzucht und Verarbeitung von „Tierprodukten“ sowie der respektlose und distanzierte Umgang mit der Natur in völligem Gegensatz zu dieser Einstellung stehen ist keine Frage. Doch ich bin viel zu naturverunden und naturbegeistert, um kategorisch auf Fleisch, Leder, Federn usw. zu verzichten.

    Insofern behaupte ich aufrecht und überzeugt:
    ich liebe und respektiere die Natur viel zu sehr, um jemals Veganer sein zu können.

    • Mario sagt:

      Finde ich eine sehr gute und nachvollziehbare Einstellung. Ich sehe das auch so. Gesunde, abwechslungsreiche Ernährung muss nicht zwingend vegan sein. Nur was der Mensch in seiner „Fleisch(fr)ess Gier“ aus der ges. Ernährung (Massentierhaltung) gemacht hat ist zum k****. Ich ernähre mich zu 80% vegetarisch – Milch, Eier, Käse etc gehören aber auch zum meinem Speiseplan. Auch hin und wieder ein gutes Stück Fleisch mit Genuss und Respekt gegessen – ja das gönne ich mir. Den Fleischmüll aus dem Discounter – der verkneife ich mir aber. Ansonsten „massiv“ Obst und Gemüse in Bioqualität aus meinem eigenen Garten. ;)

    • Marion K. sagt:

      Ich bin seit fast 5 Jahren Veganer und glaube, es ist jedermanns Pflicht, soviel Leid wie möglich zu vermeiden. Und ich bin wie du ein fan der Natur, darum versuche ich ja sie zu schützen.

      Ich fand dein Kommentar sehr interessant. Ich bin natürlich gegen das töten von tieren, aber im dschungel lernt man sicher vieles über die Natur und bekommt ein ganz anderes verhältnis dazu als in der großstadt.
      Ich plane auch, mal längere zeit nur in der Natur und ohne unsere industriegesellschaft zu leben. Jedenfalls kann ich dir bei dem, was du über die Natur sagst nur rechtgeben.

      Manche dinge habe ich von der seite bisher noch gar nicht gesehen. Endlich mal wieder ein Kommentar, der mich zum nachdenken bringt! :)

  21. Ben sagt:

    Moin,

    ich finde es gut das es solche Blogs gibt,
    das Info-Seiten und Erklärungen geteilt und verbreitet werden.

    Was mich jedoch traurig macht, ist diese aggressive Intoleranz die leider zu viele Menschen an den Tag legen wenn sie ihre Ideale verteidigen.
    Veganismus ist eine gute Sache, diese intolerante-aggressive Art nicht.
    Wenn ihr Menschen zu einer Sache überzeugen wollt, erklärt es in einem anständigen Ton, mit Zuversicht und Respekt.

    Das was ich immer wieder zu lesen bekomme ist grausam.

    Wie schon immer (siehe zB Religion, Politik etc) werden alle die anders sind verteufelt, beleidigt und am liebsten ausradiert. (um es mal theatralisch zu beschreiben)

    Wenn ihr euer Gegenüber zum Feind macht, werdet ihr einfach auch dieses feindliche Echo ernten
    und das muß nicht sein.
    Ich denke, das dies leider auch der Grund ist warum so einige Fleischesser was gegen Veganer haben..

    • Lidia sagt:

      Hallo Ben,

      ich bin der gleichen Meinung wie du.
      Bin selbst auch veganerin, Menn und Kind auch.

      Aber wir werden den Teufel tun und anfangen andere zu Missionieren! Informieren? Ja! Gerne! Aber niemals unsere Überzeugung anderen aufzwingen.

      Ich sehe es ja auch in unserem näheren Umfeld dass manchmal schon alleine die Tatsache,
      dass jemand erfährt das wir veganer sind, ausreicht um anfänglich sehr skeptisch bis negativ zu reagieren.
      Dann noch mit Missionieren anzufangen ist extremst kontraproduktiv.
      Aber ich habe auch gemerkt dass meine Leute mich jetzt doch öfters fragen wie es uns geht und fragen auch wegen dem Essen nach und auch nach Rezepten.
      Und ab und zu stelle ich fest das sie sich mit dem Gedanken, die Ernährung umzustellen, ernsthafter beschäftigen als vorher.

      Ich finde dass es durchaus ein richtiger Weg sein kann um die Mitmenschen positiv zu beeinflussen :)

  22. Nicole sagt:

    Toller BlogPost, Daniel!

    Kann dem nichts hinzufügen. und das „Missionieren“ wird an der Stelle auch falsch verwendet..es geht um keine Religion, die von sich zu überzeugen versucht, es geht um den Schutz der Menschen- sowie Tierrechte, den Schutz der Umwelt, wie des Klimas..

    Schade, dass der Mensch sich immer erst bewegt, wenn es es zu spät ist..und natürlich kann man bis dahin weiterleben wie bisher und genervt vom veganen Palaver sein.. geht ja pubertierenden Kinder ähnlich..dauert meist, bis man checkt, was ganzheitlich das beste ist..

  23. Hi Daniel,
    „Veganer Nerven!“ Manche,ja. Ich gehöre zu der Kategorie „Allesfresser“ und ja, ich kuschel mit meinem Hund und esse trotzdem Fleisch. Der Hund kuschelt mit mir und frisst auch Fleisch. Manches aber, vor allem in der Massentierhaltung, stört mich genug um deswegen auch zu meiden. Das tue ich ohne viel Aufsehens. Missionieren war noch nie mein Ding. Wir haben in diesem Land den Luxus unser Essen aus wählen zu können. In vielen Kontinenten sind Leute einfach froh ausreichend Essen zu haben. Punkt. Wir können uns solche Diskussionen leisten. So einfach ist das. Wenn Morgen alles anders ausschaut und wir nicht mehr wissen wo wir genug zu essen her bekommen, dann weiß ich nicht ob die Veganer von Heute auch Morgen noch Vegan sind.
    Auf der andere Seite: ob die Fleisch-Esser von Heute bereit wären ihr Fleisch selber zu töten wage ich zu bezweifeln. Ich habe es schon gemacht früher auf dem Bauernhof, Heute würde ich es aber wieder machen wenn nötig. Und dann die Tiere danken, danken in Ehrfurcht dafür das sie uns Ihr Leben schenken, damit wir Leben können. Vor dem Essen segne und danke ich innerlich den Pflanzen, die Tiere … es gibt soviel um Dankbar für zu sein. Auch für das Fleisch das ich genieße.
    Danke für deine Anregung darüber nach zu denken und es äußern zu dürfen. Das ist wertvoll, beste Grüße von Joan

    PS Schade das du leiden muss. Vegan Leben kann auch fröhlich sein, oder???

  24. Monika Berthel sagt:

    Herzlichen Dank für diese treffenden Worte. „Je mehr ich weiß, desto weniger verstehe ich“ bringt es für mich auf den Punkt. Es ist nicht mehr nachvollziehbar, wie man einmal anders leben konnte, warum es so viele immer noch tun.
    Liebe Grüße

  25. Wolf V Hügelwiese sagt:

    Hallo Daniel,

    sehr schöner Text, vielen Dank. Den letzten Absatz würde ich gerne als Zitat auf Facebook stellen, selbstverständlich mit Deinem Namen. Ist Dir das Recht? Und warum kann ich die anderen Kommentare nicht sehen?

    Schöne Grüße
    Wolf

  26. www.flechtenwelten.blogspot.com sagt:

    Danke für diesen Text, dieser Link ist es wert, vielfach geteilt zu werden!

  27. alecsandra moufarrege sagt:

    Hallo Daniel,

    wäre es ok für Dich, wenn ich Deinen Artikel auf rumänisch übersetze und auf meine Facebook Seite poste?

    Viele Grüße,

    Alex

  28. Dadabrina Ismus sagt:

    Nachdem ich die ersten 20 Beiträge gelesen hatte, musste ich abbrechen. Ich bin nicht umsonst depressiv! Ich lebe so weit es möglich ist, vegan und vollwert. Ich pflege damit meinen Körper und meinen Geist. Die Kommentare der Tierleichenliebhaber bringen dieses gesunde System durcheinander..

    • New Number 2 sagt:

      Könnte es sein, dass Dein Esensverhalten ein wenig mit Deiner Gemütskrankheit (Depression) zu tun hat?
      Cheer up, you bugger! Eat some meat!

  29. Thomas sagt:

    JägerMetzgerMassentierhalter…. du musst doch echt nicht fit im schädel sein sowas zu schreiben….. und wenn ich die ersten kommentare lese wird mir schlecht. ich denke die meisten leben vegan weil sie sich nicht schuldig fühlen wollen und müssen wenn ein tier geschlachtet und zuvor in der mast,transport, schlachthof gequält werden. es geht doch nicht um weltverbesserung oder darum sich von anderen abzugrenzen. leider wird heutzutage alles toleriert, nur leider nicht wenn man einen andere essgewohnheit an den tag legt. dann heißt es ja gleich wie bist du denn drauf? und natürlich ist es schlimm wenn kinder ausgebeutet werden für kleiderproduktion etc., aber nur mit ihren harten arbeitstagen bleiben sie und ihre familien am leben. was passiert wenn wir alle nur noch klamotten von trigema etc. kaufen?? dann verhungern diese leute. aber das ist weltpolitik und marktwirtschaft und das lässt sich nicht mehr umkehren. bei mir steht also bei meiner eßgewohnheit nicht die menschenwürde im vordergrund, sondern ich liebe die tiere mehr als die menschheit. tiere sind ehrlich im gegensatz zu der menschheit.

  30. JägerMetzgerMassentierhalter sagt:

    Fleisch schmeckt einfach geil. Steak > all

  31. pedro sagt:

    Wenn man sich so durch die Kommentare liest, muss man feststellen, dass Begriffe wie „Fleischfressefront“ oder „Bullshit“ von der veganen Seite fallen. Ofensichtlich haben diese Subjekte nichts daraus gelernt, dass man Veganern vorwirft, ideologisch verbohrt und unsachlich zu sein, weil sie genau das mit ihren Ausdrücken auch noch zementieren.

    Was die Massentierhaltung angeht: Klar ist die grausam, aber mal im Ernst: Anstatt keine Tierprodukte mehr zu essen solltet ihr etwas Konkretes gegen die Massentierhaltung unternehmen. Viele Veganer/innen fahren doch auch über Straßen, obwohl dort tagtäglich Autofahrer qualvoll ums Leben kommen. Mal darüber nachgedacht? Aber einfach auf die Straßen zu verzichten würde sie ja aus ihrer „Comfort-Zone“ heraus katapultieren, gelle?

    Diese Schwarz-Weiß-Malerei in Sachen „Massentierhaltung“ – „Tiere in freier Wildbahn“ ist auch völlig unrealistisch.

    Die zig Millionen Tiere, die tagtäglich weltweit in freier Wildbahn einen langen qualvollen Tod sterben, da sie keine Medikamente bekommen, aus altersschwäche sterben oder bei ihren zahlreichen Kämpfen um Nahrungsmittel, Reviere oder potenzielle Paarungspartner schwer verletzt langsam qualvoll verenden sollte man auch mal in einem veganen Film zeigen. Es ist immer wieder lustig, wie die Tierschützer für die Medien ein Phantasiebild erschaffen, als wenn die Tierzucht eine Hölle sei und das Leben in der freien Wildbahn das Paradies auf Erden. Das ist eine Verzerrung der Realität par excellence. Ich möchte damit die Grausamkeit der Massentierhaltung nicht gutheißen, ich möchte sie aber sehr wohl relativieren.

    Das schreibe ich nicht als unbedarfter Leser, sondern als Diplom-Biologe, der sich mit diesem Thema auf professioneller Ebene beschätigt hat und im Umweltschutz aktiv ist.

    Was die Gesundheit angeht, so ist es nachgewiesener Maßen so, dass Veganer häufiger Blutmangelerkrankungen aufweisen als normale Esser.

    • Daniel Weber sagt:

      Verzicht ist eine hervorragende Möglichkeit etwas vorzubeugen. Ich habe zwar kein Diplom aber behaupte einfach mal: Wenn ab morgen kein Mensch mehr Auto fährt, wird kein Autofahrer qualvoll ums Leben kommen.

      • New Number 2 sagt:

        Stimmt. Dafür verhungern viele, weil keine Lebensmittel mehr geliefert werden, der Staat zusammenbricht, weil viele nicht mehr zur Arbeit kommen, Strom und Wasserversorgung ausfallen, weil Rohstoffe zur Erzeugung und Personen zur Bedienung nicht mehr rechtzeitig an den richtigen Stellen sein können und alle, die es doch überleben, wieder in dunklen Hütten ohne Heizung vegetieren müssen. Erst denken, dann schreiben!

        • Daniel sagt:

          Und das wollen wir ja alle nicht. Kommen wir zurück zur Massentierhaltung und was man dagegen tun kann. Finde ich wichtiger als Gedankenexperimente über Autofahrer.

  32. Flo sagt:

    „Warum Veganer Nerven“ – Veganer ist ein Wort, eine Gruppe. Der eine gehört dazu der andere nicht. Wir Menschen sind nach wie vor auf Gruppen angewiesen. Was wir sagen: „Ich möchte ein Individuum sein“ Wir denken: „Ich möchte der Anführer einer Gruppe sein“. Wenn wir in einer Gruppe sind, sind wir stark. Man hilft sich gegenseitig. Man hat Rückhalt. Die Gruppe muss erhalten bleiben. Es ist einfacher. Ein Mensch außerhalb der Gruppe ist ein schlechter Mensch. Man mag ihn nicht. Wenn man ihn überzeugt, tritt er der Gruppe bei. Die Gruppe wird stärker, besser. Irgendwann kann niemand mehr ohne die Gruppe. Die Gruppe hat gewonnen. Ist die Beste. Natürliche Selektion. Kein Platz für andersdenkende.
    „Warum Gruppen nerven“

  33. Lila sagt:

    Aloha ;)

    also ich selbst bin auch seid kurzem Veganer und bin hierzu durch einen sehr guten Freund gekommen. Außerdem bin ich seid kurzem Lactoseintolerant und wollte nicht andauernd teure Medikamente kaufen und konsumieren…
    Darum der Entschluss, warum nicht Mal ausprobieren?
    Schlag auf Schlag geht das zwar nicht ganz weil ich auch ein kleines Gewohnheitstier bin und ab und zu sündige (jedoch kein Fleisch!)ich auch noch aber es fällt ir nicht so schwer wie ich dachte.
    Ich koche auch für meinen Freund normal wenn er das möchte und er gewöhnt sich auch schnell dran dass es eben kein Fleisch mehr gibt ;)

    Zu der Frage, wie man das verstehen soll mit „(..)Haustiere haben und dann am nächsten Tag tierische Produkte konsumieren
    (…)“
    Ich kann mir das so denken:

    1. Die Menschheit ist eine Konsumgesellschaft und leider kümmert es die meisten einen Scheiß wo ihr essen her kommt, geschweige denn wie es auf ihren Teller kommt.

    2. Zuhause die Katze (wie ihn meinem Fall) ist ein Wesen/Tier bei dem man selbst miterlebt wie es aufwächst und mal krank ist, wie es ihm geht.
    Bei den Tieren die konsumiert werden wird das natürlich nicht in Erfahrung gebracht oder ins Gewissen gerufen… Wenn dann nur kurz und dann eben mit dem Satz „Ja es ist falsch aber naja ich werde mich trozdem nicht ändern“, oder „ich bin ja nicht daran beteiligt“… Im Grunde interessiert es die Meisten gar nicht mal.

    Und das ist traurig.
    Ich meine ich belehre Menschen auch nicht, vorallem nicht gerne, weil das meiner Ansicht nach zu Diskussionen ausufert die keiner will (außer man kann sich mit den richtigen Menschen über sowas unterhalten)und die nur unnötigen Stress bringen.
    Jeder soll machen was er möchte.
    Aber ich finde es dennoch interessant wie Freunde und Bekannte immerwieder auf „Vegieinsiderinfos“ (wie Zutaten etc) reagieren und auch schnell intresse zeigen.
    Erst neulich hab ich eine Freundin die Vegetarierin ist aufgeklärt was in Coca Cola zu finden ist und dass auch ihre heißgeliebte Pepsi tierversuche machen…
    Da war sie ganz geschockt und meinte dass sich das dann auch für sie erledigt hat in Bezug auf den Konsum.

    Ds ist eben auch noch sowas was ich noch weniger verstehe als Massentierhaltung, Tierversuche!
    Mal im Ernst muss man alles testen ? An keinen niedichen Tierenß Eiscreme, Getränke, Süßkram etc.. ???

    Dein Beitrag war echt erfreulich und aufmunternd :)
    Danke!

  34. nicht sagt:

    Du vernachlässigst leider wesentliche Punkte:
    1. Sollte ein moralischer Mensch gegen Massentierhaltung sein?
    Ja. Aber diese ist nicht gleichzusetzen mit dem Verzehr von tierischen Produkten. Sollte man also grundsätlich tierische Produkte verschmähen? Nein, sofern man nicht bereit ist die eigenen biologischen Wurzeln zu ignorieren und auf wahrhaft ausgewogene Ernährung sowie auf den eigenen Geschmack Wert legt. Das hat nichts damit zutun, dass ich dann nicht Abends weiterhin mit meinem Hund auf der Couch liegen kann. Hallooo??? VON WAS BITTE STAMMEN HUNDE AB UND WAS ESSEN BEIDE HEUTE NOCH?!
    2. Massentierhaltung ist ein Problem aber nicht einmal im Ansatz zu Vergleichen mit den historischen Ereignissen, die du erwähnt hast… das historisch gesehen ein ziemlich widerwärtiger Vergleich…
    3. Letzten Endes willst du dich später also nicht grähmen nichts getan zu haben? Dann protestier jetzt doch mal gegen AKW, was das Thema angeht sind wir noch lange nicht über den Berg! Oder mach mit bei den unzähligen Occupy-Bewegungen es interessiert die Plutokraten nämlich einen Scheiß ob sie dein Gemüse und Obst oder unser Fleisch verspekulieren…
    Auf die Gefahr hin nur auf Veganer zu treffen..
    Viel Spaß

    • Daniel Weber sagt:

      1)
      Sollte ein moralischer Mensch gegen Massentierhaltung sein? Ja!
      Kann Massentierhaltung durch Verzicht minimiert oder gar verhindert werden? Ja!

      2)
      Egal welche Beispiele ich gewählt hätte – es ist immer Ungerechtigkeit gewesen, die die Leute motiviert hat etwas dagegen zu tun. Wenn Massentierhaltung als großes Umweltproblem gesehen wird, kann man das sehr gut vergleichen.

      3)
      Ich kann mich an eine Occupy-Bewegungen erinnern, wo sich über Sojamilch im Kaffee aufgeregt wurde :D Die würde so „flocken“. Ich tippe einfach mal darauf, dass Veganer da zugange waren. Aber Du hast schon Recht. Ich verspreche, sobald ich die Massentierhaltung abgeschafft habe, kümmere ich mich um die AKWs.

      Ein Hund ist kein Mensch. Ich ziehe dafür mal Kollege Kant zu Hilfe: „Handeln aus Gründen und Motiven“. Oder einfach gesagt: Ich kann entscheiden – ein Hund vermag das nicht. Für mich bedeutet das: Ich werde nicht verhungern wenn ich keine tierischen Produkte esse.

      • Andi sagt:

        Ich würde so gerne mal einen überzeugten Fleischvertilger mit einem Taschenmesser bewaffnet mit einem ausgewachsenen Hausschwein in einen Raum sperren. Sich aus dem Supermarkt ein Stück Fleisch zu besorgen ist so einfach, eine Sau zu schlachten für die meisten Menschen heutzutage unmöglich. Mit dieser Tatsache würde ich die gedankenlosen Fleischkonsumenten unglaublich gerne einmal kofrontieren.

        • New Number 2 sagt:

          Zum Schlachten eines Schweins benötigt man etwas mehr als ein Taschenmesser. Ein Bolzenschussgerät und ein Gabelstapler mit stabiler Kette sollten es schon mindestens sein.

  35. Peter sagt:

    Ich bin zwar kein Veganer, aber ich rette die Welt „auf meine Weise“. Denke ich mir.
    Textilien, die ich trage, werden definitiv nicht von Kindern hergestellt. Ich kann natürlich nicht davon ausgehen, dass die Arbeitskräfte – welche die Sachen herstellen – ordnungsgemäß entlohnt werden. Dafür bin ich sehr aktiv dabei, dafür Sorge zu tragen, dass ein jeder Mensch ein würdevolles Leben führen kann. Klappt das irgenwann, ist dieses Problem auch gelöst.
    Schuhe oder Jacken aus Leder besitze ich nicht, kaufe ich auch nicht. Ich esse zwar Fleisch, aber ich halte es für unsinnig Tiere zu töten, damit ich ´nen schicken Schuh habe. Die Ernährung hat sich evolutionär so entwickelt – der Modegeschmack nicht. Widersinnig, werden viele denken, aber ist nun mal meine Meinung.
    Ich fahre ein Auto. Geht gar nicht anders. Es stammt aber von einer Firma, die ihre Leute anständig bezahlt – und verbraucht auf 100km so viel wie ein Daimler im Standgas.
    Ich besitze immer noch „alte“ Glühbirnen, die aber sparsam eingesetzt werden. Oft steht eine Kerze auf dem Tisch. Ist viel gemütlicher, und ich trage keine Schuld daran, dass sich außereuröpäische Menschen bei der Herstellung meiner Leuchtmittel vergiften – samt der Umwelt außen herum.
    Biosprit kommt mir keiner in´s Auto (wenn ich es vermeiden kann). Warum soll der Orang- Utan für meine Tankfüllung sterben? Sehe ich kein Sinn darin.
    Tropische Hölzer sucht man in meinem Haus vergebens. Buche, Ahorn, Birke findet man dafür. Der Grund dafür ist der Sache mit dem Biosprit ähnlich.
    Achso, Fleisch und Eier kommen vom Bauern um die Ecke. Gefällt mir irgendwie besser, wie das garantiert biologisch „produzierte“ Steak aus Argentinien.
    Kann ich alles negative vermeiden? Nö – definitiv nicht. Ich kann aber das, was ich verwende, so bedacht wie möglich auswählen.
    Und ich kann versuchen, die Welt ein Stück angenehmer zu machen. Dafür Sorge tragen, dass ich auch ein Auge auf meine Mitmenschen habe. Mitgefühl und Hilfsbereitschaft nicht nur predige – sondern vorlebe. Und ich kann soviel Einfluß wie möglich auf die scheinbaren Herren dieser Welt nehmen, damit ein jeder die Möglichkeit hat sie so zu sehen wie ich.
    Und das gilt auch in unserem Land hier. Ich sehe es ganz pragmatisch: Wer täglich um jeden Cent kämpfen muß, wer überlegen muß ob er sich satt ist – oder im Winter heizt, der verschwendet keinen Gedanken auf Ökologie, oder gar eine gesunde Lebensweise. Dafür hat er gar keine Zeit, auch kein Geld. Der nimmt eben das Kilo Hackfleisch vom Discounter und weiß, davon ist er einfach satt. Mehr interessiert ihn nicht. Das ist für mich nachvollziehbar. Denjenigen interessieren auch nicht die Arbeitsbedingungen in einer Textilfabrik in Bangladesh – er kauft die Jacke weil sie warm und billig ist.
    Ich denke, haben wir diese grundlegende Problematik gelöst, dann können wir weiterdenken. Bis dahin brauch man auf viel Nächstenliebe und Mitgefühl nicht hoffen.

    LG
    Peter

    • Christine sagt:

      Peter spricht mir aus der Seele. Ich denke auch, dass jeder Mensch schon mit kleinen Schritten etwas dazu beitragen kann, die Welt zu verbessern.
      Leider sind viele dieser ach so „ökologischen“ Produkte in Wirklichkeit die Früchte eines Lobbyismus, der darauf abzielt, das schlechte Gewissen von Menschen anzusprechen, um dann eine vermeintlich moralisch oder umweltschutztechnisch vertretbare Ware an die Frau oder den Mann zu bringen, wie z.B. die erwähnten Glühbirnen. Mit dem Thema Vegetarismus und Veganismus habe ich mich sehr viel beschäftigt, konnte mich aber nie dazu entschließen, einen solchen Lebensstil anzunehmen. Dazu haben mich einerseits gesundheitliche Bedenken bewegt. Schon seit etwa 20 Jahren habe ich viele gute Freunde, die kein Fleisch oder tierische Produkte konsumieren. Viele von ihnen sind inzwischen krank, leiden z.B. an chronischen Darmentzündungen, Glutenallergien, Haarausfall durch Mangelerscheinungen u.ä. Das sind Dinge, die ich nicht ignorieren kann und will! Andererseits drängt sich mir auch die Befürchtung auf, dass sich viele Veganer von einem relativ neuen Zweig der Lebensmittelindustrie instrumentalisieren lassen. Zu einer ausgewogenen veganen Kost benötigt man Nahrungsmittel, die nur von speziellen Herstellern zu häufig vollkommen überteuerten Preisen angeboten werden. Von der steigenden Zahl spezieller veganer Restaurants einmal ganz abgesehen. Zudem ist diese Form der Ernährung relativ einseitig, weil man eben bestimmte Lebensmittelgruppen schlichtweg ausblendet. Wenn man nun einfach einmal die Evolution des Menschen betrachtet, so hatten die tierischen Eiweiße einen erheblichen Anteil daran, dass sich unser Gehirn überhaupt zu dem komplexen, leistungsfähigen Organ ausbilden konnte, über das wir verfügen. Wären unsere Vorfahren reine Pflanzenfresser geblieben, gäbe es den Menschen in dieser Form heute gar nicht. Vor allem die vegane Ernährung von Kindern betrachte ich daher langfristig sehr kritisch, da die Folgen für später nicht genau absehbar sind.
      Als junger, gesunder Mensch, der noch keine Verantwortung für ein Kind übernehmen muss, mag eine vegane Ernährung zunächst einmal relativ folgenlos sein, aber mir wäre das Risiko zu groß, mittel- bis langfristig ernsthaft zu erkranken, was bei einseitiger Ernährung in jeglicher Form droht.
      Zudem muss man sich auch vor Augen führen, dass unser Organismus gar nicht richtig darauf ausgelegt ist, viele Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Neben Blähungen und Verdauungsstörungen ist hier auch an Gewichtszunahme zu denken, die bei 100g Kohlenhydraten definitiv höher ist als bei 100g tierischem Eiweiß. Auch hier habe ich ein Beispiel aus dem Bekanntenkreis, da eine befreundete Veganerin mit Schilddrüsenunterfunktion erheblich mit ihrem Gewicht zu kämpfen hat. Gemüse alleine macht sie nun mal nicht satt und ihre wachsenden Pfunde sind nicht zu übersehen.
      Generell sind bei solchen Volkskrankheiten wie autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen Lebensmittel wie Soja und Jod zu vermeiden. Auch ich selbst leider unter einer solchen Erkrankung. Wie bitte sollte ich vegan leben, Soja und Kohlenhydrate meiden und gleichzeitig auch noch satt werden? Ist meine Gesundheit und mein Wohlergehen weniger wert, als das eines Tieres? Kann man mir nicht das Recht zugestehen, nach reiflicher Überlegung die Entscheidung zu treffen, mich abwechslungsreich und auch mit tierischen Eiweißen zu ernähren, ohne, dass ich mich damit „moralisch unterlegen“ fühlen muss? Das bedeutet ja nicht, dass ich jeden Tag ein Stück billiges Fleisch auf dem Teller haben muss, aber ich möchte so essen können, dass ich gesund sowie leistungsfähig bleibe und mich wohlfühlen kann.

      • Daniel Weber sagt:

        Hallo Christine,

        danke für deinen ausführlichen Beitrag. In aller Kürze: Du vergleichst tierisches Eiweiß mit Kohlenhydrate. Das sind zwei unterschiedliche Nährstoffe. Natürlich haben Kohlenhydrate einen höheren Kalorienanteil als Protein. Vegane Ernährung bedeutet aber nicht Soja und Kohlenhydrate. Es gibt so viel mehr.

        Gruß
        Daniel

  36. Anna Conda sagt:

    Hervorragender Artikel, prägnant, präzise und vor allem wachrüttelnd. Ich sehe die Welt mit genau denselben Augen und verstehe auch immer weniger, je mehr ich mir mir über das Ausmaß dessen, was auf diesem Planeten schief läuft, bewusst werde. Warum gibt es so unfassbar böse Menschen und warum tun die vermeintlich Guten nichts gegen dieses unsagbare Leid? Es ist ein Armutszeugnis, das sich die Menschheit selbst ausstellen kann, wenn sie diesen Kurs beibehält und nicht endlich beides, Verstand und Herz, einschaltet. Die meisten scheinen sich bestenfalls ihres Verstandes zu bedienen. Wir müssen wieder mehr unser Herz sprechen lassen und Mitgefühl auch den Lebewesen gegenüber zeigen, die uns hilflos ausgeliefert sind.

    Vegane Grüße
    eine Sympathisantin

  37. pow sagt:

    Jemand der täglich übertriebene Mengen an Nahrung zu sich nimmt oder wiederum jemand der fragt ob der pulli von glücklichen Schafen kommt finde ich persönlich schwarz-weiss.
    Jeder sollte moderat konsumieren dann müsste es solch extreme nicht geben.
    Natürlich wenn die Kids täglich zu McDonald’s gehen (aus Zeitvertreib) muss dafür wieder ein neuer Vegetarier oder Veganer aufstehen.
    In der heutigen Gesellschaft ist vieles zu extrem. Egal in welcher Hinsicht.

  38. mary sagt:

    Danke! Du sprichst aus dem herzeb

  39. Lars sagt:

    Also ich bin selbst weder Vegetarier noch Veganer, versuche aber, möglichst wenig Fleisch zu essen und habe von daher auch mit niemandem Probleme, der gar keine tierischen Produkte zu sich nehmen will. Auf jeden Fall konsequent. Wenn ich jedoch Sätze lese wie „Vegane Ernährung ist der größte Beitrag zum Weltfrieden…“ muss ich schon leicht schmunzeln. Konsequenz in Ehren, aber da gibt es leider eine Menge anderer Baustellen, die sich meiner Meinung nach nicht mit einem Verzicht auf tierische Produkte beheben lassen. Ein bisschen weniger Hybris täte hier ganz gut…

  40. christian sagt:

    wenn du keinen bock hast meinen Beitrag zu veröffentlichen, dann schreib mir wenigstens warum –
    ich habe mir echt mühe gegeben und andere später datierte Kommentare sind drin – jetzt werde ich argwöhnisch.
    danke, den Text fand ich super – leider habe ich ihn nicht gespeichert weil ich davon ausgegangen bin, dass du ihn postest.

    • Daniel Weber sagt:

      Hallo Christian,

      dein Kommentar war eine Antwort auf den von Melanie. Also ist er auch eingerückt darunter. Ich veröffentliche hier nach Prüfung ALLE Kommentare. Ausnahme: Beleidigungen – was bisher (Freude!) nur einmal nötig war.

      LG Daniel

  41. turiyaSun sagt:

    Super geschrieben, Danke & vegane Grüße *
    Die Welt dreht sich nicht um einen selbst allein. Es geht nicht um die eigene Freiheit zu essen was man will, sondern um die Konsequenzen die es verursacht.
    ~ Kein Geschmack dieser Erde ist es wert dafür ein Leben auszulöschen ~

  42. Sabine E. Koerner sagt:

    Was soll ich sagen?!
    Hier spricht mir jemand aus dem Herzen und vermutlich Vielen, denen man nachsagt, sie würden nerven. Menschliche Leid ist
    Ursache all dieser Missverständnisse. Hier geht es nicht allein um Veganer. Das zieht alles viel weitere Kreise. Wie abstoßend der komerzielle Umgang mit Tieren ist und das das jedem seelisch gesunden Menschen den Appetit verderben sollte, ist völlig klar.
    Es klingt doof und ist sicherlich unpopulär, ausserdem soll es keine Schuldzuweisung sein, aber es gab eine Zeit, beginnend in den frühen 80zigern, da war es eben in, interessant und schick, sich ins Auto zu schmeißen und in die Stadt zu fahren um in den tollen, bunten und vor allem neuen, grossen Geschäften einzukaufen. Die netten kleinen Läden, die man sein Leben lang kannte, weil sie die Ecke oder Gegenüber waren, lies man links liegen. Da konnte man doch immer/Morgen wieder hingehen. Leider waren die finanziell überfordert, abzuwarten, bis die Neulust und Neugierd der Leute versiegte. Erstmal ganz unbemerkt verschwand eins nach dem anderen. Den Menschen war einfach nicht klar, das sie wie eine große Schafherde angetrieben-gelockt und manipuliert wurden und das Zeitalter des Konsumterrors begann.
    Heute sind wir an dem Punkt, das die Großindustrie die politischen Fäden in der Hand hält unsere Lebensgrundlage komplett kommerziell ausgewertet wird. Wir spielen dabei nur noch als“Kaufkraft“ eine Rolle. Sie beherrschen unsere Existenz unausweichlich und in allen Bereichen…
    Es ist längst eine Diktatur. Wie schon vor Jahren bei den schönen, neuen Kauf Palästen

  43. Sunny sagt:

    Da hab ichs doch gut! Ich bin seit 15Jahren Veganerin. Damals kam fast immer nur die Frage ‚Du bist WAS ???‘ Wenn mans erklärt hat, wurden die Leute ganz unruhig, als ob sie überlegten, ob sie einem schnell was zu essen geben müssten, bevor man verhungert. Danach kam der mitleidige Blick mit der implizierten Botschaft ‚Magst nicht doch mal einen Psycho-Therapeuten aufsuchen ??’Noch skuriler wars natürlich wenn man privat zum Essen eingeladen war.. aber das liegt gottseidank ne Weile zurück. Inzwischen sind diese Gespräche für mich das normalste der Welt, oder fast.. ;-)

    • Daniel Weber sagt:

      Hallo Sunny,

      danke für deinen Kommentar. Seit 15 Jahren bist du Veganerin? Super, vielleicht kannst Du uns und mir eine Frage beantworten? Hat man Dir vor 10, 15 Jahren gesagt es sei nur so ein Trend? So eine Modeerscheinung?

      LG Daniel

      • Sunny sagt:

        Hallo Daniel
        Ich habe eben erst deine Antwort gesehen.
        Nein, als Trend hat man as wohl weniger bezeichnet als ich selber damals damit anfing, denn da gab es das selbst als Trend noch kaum. :D Die sehr seltenen Exemplare von Veganern traf man kaum an und sah sie wohl eher als eigenartige Exoten.
        Aber die Zeit war auch anders vor inzwischen bald 20 Jahren.

        Danke vorab und Beste Grüße!

  44. ...der werfe den ersten stein sagt:

    und nochmal „keiner ist perfekt“: daniel, wie ich deinem twitter account entnehme nutzt du ein iphone. ich denke genauso wie viele die sich hier an der diskussion beteiligen. 78 wochenstunden für foxconn mitarbeiter zu unmenschlichen bedingungen. die selbstmorde auf dem werk haben übrigens nachgelassen, grund: es wurden auffangnetzt am gebäude installiert, so kommt es meist nur schweren verletzungen….

    bin übrigens vegetarier und finde deine aktionen gut

  45. Jörg Schmid sagt:

    Ich habe eure Kommentare mit Interesse verfolgt und möchte nun auch meinen „Senf“ dazu geben.

    In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Vegetariere, einige Veganer und Rohköstler. Ich musste feststellen, dass die Veganer, die ihrer Überzeugung folgen NICHT missionieren. Leider gibt es aber auch genauso viele Veganer die aus ich nenn es jetzt mal „modegründen“ (vegan zu sein ist halt anders, radikal, auffallend und momentan total in) vegan leben und meinen alle anderen kritisieren zu müssen und ständig missionieren. Da kann ich nur raten ein wenig Tolleranz und Verständnis zu lernen und auszuüben, denn die wollt ihr ja auch erfahren oder?
    Dass Massentierhaltung und Käfighaltung etc. nicht richtig ist und der Fleischkonsum auf der Welt viel zu hoch ist etc. ist alles richtig und dem kann ich nur zustimmen aber was ich nicht tollerieren kann ist, dass z.B. in den ganzen Bioläden ja total hip Waschnüsse aus Indien verkauft werden, die Inder haben immer mit diesen Nüssen gewaschen eben voll biologisch und nun waschen die Inder mit dem Chemiewaschmittel weil die Nüsse ja Geld bringen und mittlerweile teurer sind als diese Chemiekeule. Viele Flüsse sind mittlerweile verseucht und das ist auch schuld der „angeblichen“ Ökos die in die Bioläden rennen und jedem Trend hinterher…

    Bei Quinoa ist es das gleiche, immer mehr Kinder sterben in Peru an Mangelerscheinungen, früher gab es genug Quinoa, niemand wollte was darüber wissen, heute wird es in den Läden zu hauf verkauft, weils ja grad so in ist und total gesund und und und…

    Ich verlange einfach, dass ALLE sich Gedanken darüber machen, WAS sie da gerade essen und WO das herkommt und sich Informieren!

    Ich finde man sollte auf die eigene Region zurückgreifen und nicht aus allen Ländern nach Alternativen suchen.
    Und entweder ess ich Fleisch oder eben KEIN Fleisch aber bitte keine falsche Schnitzel oder Tofu Wurst oder Gemüse Frikadelle… warum heißt dieser veggiekram immer wie Fleisch? Da lob ich mir Grünkernbratlinge ;-)

    Ich hab wie gesagt einige Veganer in meinem Freundeskreis und eigentlich täglich mit euch zu tun und mag meine Freunde auch mit ihren kleinen Macken *freundlich gemeint

    • Daniel Weber sagt:

      Wahre Worte, danke Jörg. Um einen Satz von Dir zu nutzen: Auch ich WÜNSCHE mir einfach, dass ALLE sich Gedanken darüber machen, WAS sie da gerade essen und WO das herkommt und sich Informieren!

      LG
      Daniel

  46. Julia sagt:

    sehr interessanter text.
    ich bin über kleiderkreisel hier drauf gekommen, da geht es auch immer wieder um veganismus und vegetarismus. ich bin „nur“ vegetarierin, weil ich es einfach noch nicht schaffe und der funke, wie du sagst, quasi noch nicht groß genug war… aber auf lange sicht wird es vielleicht doch noch was.
    ich halte mich seit ich vegetarierin bin mit belehrungen und bekehrungen, sogar mit diskussionen zurück. bei mir hat das jahrelang nur abwehr erzeugt und ich glaube deshalb nicht, dass es viel bringt. wer für das thema offen ist, fragt nach, wer nicht, der wird dann ohnehin zumachen.
    ich habe irgendwie aber auch gar nicht das bedürfnis, da groß was bei anderen zu verändern. ich finde es interessant, dein beispiel mit dem unrecht im haus nebenan… ich habe diesen drang nicht.
    irgendwie bin ich mir auch nicht sicher, ob ich überhaupt entsprechend überzeugend in einer diskussion wirken könnte. ein leitfaden wäre ja toll :D
    trotzdem finde ich es toll, wenn einer andere überzeugt und ich finde veganer auch überhaupt nicht nervig. sie haben recht, sie opfern die bequemlichkeit einem höheren zweck – dann dürfen sie auch meckern!

    • Daniel Weber sagt:

      Hallo Julia,

      wenn es in dir brennt dann springt der Funke automatisch irgendwann über. Da brauch es keinen Leitfaden ;) Harte Fakten und Zahlen überzeugen nur den Geldbeutel. Mitgefühl und Emotionen braucht dieses Thema.

      LG
      Daniel

  47. Wayne sagt:

    ich kann mir nicht vorstellen das ihr euch heulend auf den boden vor der wursttheke schmeiißt, also schaltet mal nen gang zu rück und nehmt euch selber nicht so wichtig.

  48. Curtis M. West sagt:

    Ich habe, wenn wir schon beim Thema sind, rein interessehalber drei Fragen an die Vegis, die mir evtl. jemand hier beantworten kann:

    1) Wie macht ihr das im Frühling/Sommer, wenn ihr Laufen, Joggen, Bladen, Radfahren oder Biken geht? Ich selber verschlucke dabei „massenhaft“ kleine Insekten. Tragt ihr einen Mundschutz? Nehmt ihr das in Kauf oder wie löst ihr dieses Problem? (Diese Frage ist wirklich ernst gemeint!)

    2) Wenn ihr Katzen, Hunde oder andere fleischfressende Haustiere habt: Womit ernährt ihr diese? Bekommen die vegane Tiernahrung? Ist das artgerecht, da die natürlichen Vorfahren der Katzen/Hunde bekanntlich fleischfressend waren?

    3) Ihr verspeist ja vermutlich täglich recht viele Bakterien. Einige davon leben im Körper weiter, andere werden jedoch sterben. Wo zieht ihr also (und weshalb) die Grenze? Wann ist ein „Tier“ ein „Tier“? Was, wenn ihr an einer starken Infektion leidet? Sind antibiotische Medikamente für einen Veganer tabu?

    DANKE!

    • Daniel Weber sagt:

      Hallo Curtis,

      alle Fragen sind leicht und ernsthaft zu beantworten. 100% vegan ist nicht möglich. Jeder der beginnt vegan zu leben wird diese Erkenntnis erlangen. Dies ist aber kein Grund es gänzlich zu lassen. Ansonsten würden meine Antworten doch sehr ins Detail gehen. Denke auch hier gibt es keine gänzliche „Wahrheit“.

      LG Daniel

  49. Curtis M. West sagt:

    Es wäre so einfach: Leben und leben lassen.
    Ich benötige gar keine Argumente um meinen Fleischkonsum zu rechtfertigen und/oder begründen, wie ich auch von den Vegis (mein Überbegriff für Vegetarier und Veganer) überhaupt keine Argumente/Gründe erwarte. Es soll jeder für sich wissen, warum er was tun und/oder lassen will.

  50. vicky sagt:

    Ich stimme Timm in jedem Wort zu.
    Ich respektiere Veganer wirklich, toll dass ihr das macht, aber ich finde es nicht in Ordnung im Umkehrschluss jeden zu verteufeln (und das wird hier gemacht), der nicht Veganer (oder mindestens Vegetarier)ist.

    Fleischkonsum ist nicht gleich Massentierhaltung! Wir beziehen unser Fleisch auch vom Markt, der zweimal wöchentlich hier in der Stadt stattfindet. Das Fleisch kommt von Bauernhöfen aus der Umgebung, die Kühe stehen draußen, abends kommen sie in den Stall. Inwieweit sie glücklich sind, kann ich nicht sagen, da sie es mir ja nicht erzählen, aber sie wirklichen glücklich. Eier etc. kommen auch vom Bauern im Nachbardorf (da achtet meine Oma sehr drauf, die kauft keine Eier mehr im Supermarkt o.ä.). Die Hühner laufen frei draußen rum, auch bei ihnen kann ich nicht sagen, ob sie nun glücklich sind, oder nicht? Aber sie laufen draußen, picken in der Erde rum… was will ein Huhn mehr? Schon mal ein Huhn gesehen, dass innehält und sich nach dem Sinn seines Lebens fragt und ob es ihm vielleicht nicht besser gehen könnte?

    Und wenn jetzt alle Veganer (oder Vegetarier) werden- was passiert mit den Kühen und Schweinen, die plötzlich ihre „Existenzberechtigung“ verloren haben? Und den Bauern, die seit Generationen ihren Hof betreiben? Werden die alle in Streichelzoos umgewandelt? Was macht man dann mit den Tieren? Aus reinem Spaß an der Freude, kann keiner Kühe oder Schweine halten, das kann sich nun mal keiner (oder nur Wenige) leisten, es sind ja schließlich keine Haustiere. Also würden diese Tierrassen in der logischen Konsequenz ja dann aussterben. Oder in Zoos gepackt werden (über deren Ethik man ja auch streiten kann- den Wildtieren geht es denke ich noch mal dreckiger, als den domestizierten Tieren…).

    Ich verurteile diese Massentierhaltung genau so wie Veganer, ich bin nur kein schlechterer Mensch, oder lasse mich zu einem Solchen abstempeln, weil ich Fleisch esse. Ihr solltet nicht gegen die Fleischesser ins Feld ziehen, sondern gegen die Konzerne, die Massentierhaltung und Ausbeutung natürlicher Ressourcen betreiben.
    Wie Timm es bereits gesagt hat- zurück zum Sonntagsbraten- einfach nicht mehr jeden Tag Fleisch essen wollen (müssen)- ist völlig in Ordnung und akzeptabel (meiner Meinung nach).
    Lasst doch auch mal andere Meinungen neben eurer bestehen. Ihr schreibt, dass ihr nicht missionieren wollt- tut dies aber laufend, beziehungsweise macht jedem ein schlechtes Gewissen- grundsätzlich ist das ja nicht falsch, Menschen reflektieren zu lassen, woher ihr Essen kommt- ganz im Gegenteil! Nur kann keine Diskussion und ein Meinungsaustausch stattfinden, wenn eine andere Meinung gnadenlos niedergemäht wird. „Macht es so wie wir, oder ihr macht es falsch“ ist vielleicht der falsche Ansatz, damit gewinnt man nicht gerade Sympathien ;).

  51. Lars sagt:

    Das was alle hier beschreiben ist ein Problem der LUXUSGESELLSCHAFT keiner hier weiss was HUNGER bedeutet. Das entschuldigt nicht die grausamen Geschäfte mit Tieren. Aber wenn hier Holocaust vergleiche gezogen werden frag ich mich ob Vegan und aggressiv sein ein und das selbe ist. Ich greif doch die Veganer und die Weltverbesserer auch nicht an.
    und das mit dem Tierschutz ist doch eine Lebenslüge. Alleine dadurch das es Menschen gibt sterben Tiere. Sie werden von dem Bus überfahren in dem Ihr sitzt oder vom Zug oder Sie sterben an eurer Windschutzscheibe wenn Ihr zum Biomarkt fahrt oder ist das was anderes weil Ihr Sie ja nicht aufesst und es war ja keine Absicht oder was also das Tierschutzargument ist dann doch nur auf eine bestimmte Tierart bezogen. Beeindruckt bin ich erst wenn ein Veganer in seinem Garten sein essen selber Anpflanzt denn jeder Supermarkt in den Ihr geht unterstützt Massentierhaltung mit seinem Preiskampf um die billigste Wurst warum kauft Ihr dann dort. Ihr geht nur zum Bio Laden ? wie kommen die Waren in den Bio Laden per Fahrrad kurier ? das ist wirklich eine sehr seltsame Einstellung.

    • Daniel Weber sagt:

      Danke Lars für deinen Kommentar,

      die grausamen Geschäfte mit den Tieren wird nicht legitimiert, weil irgendjemand es mit einem Holocaust vergleicht. Es bleibt grausam. Das Tiere sterben kann auch niemand gänzlich verhindern. Was wir aber vermeiden können, ist die Massentierhaltung. Durch Verzicht. Ich glaube nicht, dass ein Supermarkt weiterhin billige Wurst kauft, wenn diese in den Regalen verderben. Warum muss Dich dafür erst jemand beeindrucken? Das ist eine seltsame Einstellung.

      Gruß
      Daniel

  52. St.Hubertus sagt:

    So nun möchte ich auch mal was dazu sagen. Eines vorweg, ich esse gern Fleisch. Die Frage ist in welchem Maße und woher. Selbstverständlich gibt es Fleisch von „glücklichen Tieren“ und Fakt ist das man auf dem Land ehr die Möglichkeiten hat an ökologisch gewonnen Fleischprodukten ranzukommen. Ich kann eure Ansichten verstehen. Ich selber bin auch kein Freund von Massentierhaltung, aber es ist auch Fakt, dass wir eine überproduktion von Fleisch haben ohne das der Bedarf dafür da ist und Vieles einfach Weggeschmissen wird um den Preis hoch zu halten. Selbst dadurch sind die Preise für Fleisch zu niedrig, tut mir leid aber für ein Suppenhuhn 1,99€, dass kann nicht ökologisch geschweige denn natürlich aufgezogen sein. Wenn man sich nun Fragt wieviel Fleisch brauche ich? Man muss nicht zu jeder Mahlzeit Fleisch konsumieren. Ein gesundes Maß würde reichen um unsere Tierhaltung auf ein ökologisches Maß zu reduzieren. Denn Fakt ist auch das der Mensch ein Allesfresser ist, dass ist nunmal unser biologischer Körperbau. Und die ethnische Einstellung von Töten und getötet werden liegt in der Natur. Es gibt eben Pflanzenfresser, Allesfresser und Raubtiere. Selbst eine Wildschwein ist ein Allesfresser und könnte sich größtenteils rein Pflanzlich ernähren. Aber das Wildschwein benötigt für seine Entwicklung tierische Proteine. Ein anderer Punkt ist das Wildfleisch, was leider äußerst selten als Alternative zur Massentierhaltung betrachtet wird. Es ist rein ökologisch, da bei immer stärkeren Anbau von Energieplanzen wie Mais und Raps der Bestand beim vom Schwarzwild (Wildschwein) förmlich explodiert. Eine weiterer Anmerkung, die Bestandszahlen vom Rehwild steigen auch. Und Fakt ist, dass Rehwild nicht gezüchtet werden kann da es ein Konzentratselektierer ist. Um die Bedenken von Leiden und Qualen auszuräumen, ein Wildtier merkt vorher nicht das es demnächst getötet wird. Und der Zeitpunkt von der Schussabgabe bis zum eintretenden Tot sind wenige Sekunden. Wer jetzt die Jagd an sich kritisieren möchte kann dies auch gerne tun, aber man sollte sich vorher bewusst sein das in unserer heutigen Zeit viele natürliche Beutegreifer fehlen.
    Hier mal ein Beispiel wie es wäre wenn man der Natur sich selbst überlässt: http://de.wikipedia.org/wiki/Oostvaardersplassen

    Ich habe es selber gesehen und finde es grausam wenn man Tiere Qualvoll verhungern lässt. Aber das ist eben so wenn Beutegreifer fehlen. Und selbst ein Wolf wird sich nicht an ein wehrhaftes Wildschwein rantrauen.

    @ Anja hier mal eine Conection: http://www.wild-auf-wild.de

    Was mich mal interessieren würde, wie würde es sein wenn 7 Milliarden Menschen von heut auf morgen vegan Leben wollen, ob der Bedarf an Lebensmitteln gedeckt wäre?

    Ich bin der Meinung jeder sollte das Essen was er möchte, solange er es bewusst tut.

    Ich finde Fleich ist ein Hochwertiges Lebensmittel und so sollte es auch behandelt werden!

  53. Norma sagt:

    Ich habe auch diese Probleme, dass man kaum mit jemanden darüber reden kann, warum man vegan geworden ist. Selbst wenn mal jemand nachfragt, wird das Thema sehr schnell abgebrochen, weil den Leuten klar wird, dass sie auch die Verantwortung für Leid und Elend tragen. Dann heißt es jedes Mal, das muss jeder selbst wissen. Dann hat es auch kenen Sinn mehr, ihnen aufzuzeigen, dass sie auch anderen gegenüber Pflichten haben. Für mich bedeutet vegan leben, meiner Verantwortung gerecht zu werden, auch für die Zukunft dieses Planeten, weiter nichts und alles, was gegen uns vorgebracht wird, zeigt doch in seiner Unsdinnigkeit, dass man eben garnichts gegen uns vorbringen kann, weil wir konsequent richtig handeln. Ich hab mal einen Spruch gelesen, der besagt, dass manchmal rechthaberisch wirkt, wer recht hat und damit werden wir ständig konfrontiert.

  54. tatjana sagt:

    ich war früher vegetarierin, mitlerweile nicht mehr. Fleisch schmeckt mir einfach zu gut! :)
    Ich kann Veganer nicht im geringsten verstehen, weil ich finde ab einem gewissen punkt ist es genug. Kein Quark, kein Käse, keine Butter. Warum bitte?
    Außerdem kommt mir das veganer gerede langsam zu den Ohren hinaus, da es wohl der neuste Hype ist sich als solcher zu betiteln.
    Ps: der schreibstil gefällt mir überhaupt nicht, so kurze abgehackte sätze. sorry.

    • Daniel Weber sagt:

      Hallo Tatjana,

      vielen Dank für deinen Einwand. Ich verstehe nur nicht warum Du dich immer noch fragst warum Menschen keine Milchprodukte von Tieren mehr essen wollen. Du musst die Argumente von Veganer bereits sehr oft gehört haben. Sonst würde es Dir nicht aus den Ohren herauskommen. Ich unterlasse daher jetzt eine weitere Argumentation über Massentierhaltung, Ausbeutung und Tierleid.

      LG Daniel

  55. Lisa sagt:

    Verstehe ja deine Ansichten, kann sie aber teilweise überhaupt nicht teilen. Es gibt auch kulturelle, persönliche Gründe einfach weiter un-vegan zu leben. Tut mir Leid, das berücksichtigt mir nicht genug Umstände im alltäglichen Leben..

  56. Elli sagt:

    @ Susi

    Du meinst, Du brauchst tierische Lebensmittel? Fleisch? Isst Du Fleisch roh und ungewürzt, weil Dein Körper danach lechzt? Ich glaube Dir nicht. Du liebst den Geschmack von gewürztem, gebratenem Fleisch.
    Es gibt herrliche Fleischalternativen mit exakt den gleichen Gewürzen wie in Würstchen etc….probiers einfach mal aus. Übrigens wird es Dir Dein Körper danken. :-)

    • New Number 2 sagt:

      Liebe Elli, zur Zeit laufen, z.B. in der Uni Bonn und dem Frauenhofer Institut in Freising Forschungen, in denen bei Lupinenkernen, mit Hilfe von Salzsäure, die Proteine isoliert werden, damit man aus den somit gewonnenen Proteinen besser vegane Lebensmittel herstellen kann. Nur noch etwas Würze drauf: Lecker HCl-Schnitzel! Alles sooo natürlich.
      Dann doch lieber ab und zu echtes Fleisch!

  57. Schön gesagt und leider wahr

  58. Mar Raw sagt:

    Toller Text.
    Ich selber zähle mich eher zu den Pflanzenfressern, ich verzichte auf das Essen tierischer Produkte, weil sie gesundheitschädlich sind. Ateriosklerose, Adipositas, Diabetes, Krebs, MS und viele weitere Krankheiten lassen sich wissenschaftlich auf den Konsum von tierischen Produkten zurückführen.
    Ich trage aber weiterhin meine, vor der Pflanzenfresserzeit, erworbenen Lederbekleidung. Die ist so stabil, dass sie noch Jahrzehnte halten wird, ich kaufe aber keine neue mehr. Desweiteren rette ich nicht jede Mücke mit dem Glas, sondern mit der Klatsche. Wenn ich frisches Obst habe, in denen es Maden oder Fliegen gibt, werden sie mitentsaften, B12 für umme halt.
    Zu frankie kann ich nur sagen, fang klein an, dann darfst Du andere kritisieren.
    Susi möchte ich anraten mal den Arzt zu wechseln.

    • New Number 2 sagt:

      Wieder mal Bullshit-Bingo:
      Krebs kriegt nur der Fleischfresser – Steve Jobs, Frutarier: Krebstod mit 56: Bingo!
      Menschen, die Fleisch essen sind geistig verwirrt: Susi muss also dumm und in (schlechter) Therapie sein: Doppelbingo!
      Heute muss mein Glückstag sein!

  59. Evi sagt:

    Super! Ich musste die letzte zeit ziemlich oft anhören dass ich vegan sein radikalisiere usw….

    dabei würde ich immer gefragt warum? und ich wollte niemanden überzeugen nur erzählen welche Faktoren mich dazu gebracht haben…

  60. Heike sagt:

    Susi, würdest Du auch mit vertauschten Rollen klar kommen? Natürlich würde derjenige akzeptieren, dass Du für ihn sterben müsstest. Das wäre okay. Oder?

  61. Avilia sagt:

    Wow, du sprichst auch mir aus der Seele!
    Auf der einen Seite habe ich oft das Gefühl, wenn ich ruhig bin und nichts sage, setze ich mich nicht genug für die Tiere/Umwelt usw. ein.
    Auf der anderen Seite glaube ich, dass „Generve“ meistens eher das Gegenteil erreicht und Leute abschreckt.
    Deshalb handhabe ich es meistens schon so, dass ich, nur wenn Menschen Interesse zeigen, über das Thema rede. (Abgesehen bei Familie und Freund, weil ich sie gut genug einschätzen kann und mir sicher bin, dass sie nicht abwehrend reagieren.)
    Aber manchmal fällt mir das echt schwer und mich plagt das schlechte Gewissen! Ich hab einfach das Gefühl, dass ich nicht genug tue, wenn ich nur vegan lebe und nur „vorlebe“!

  62. Christian sagt:

    @andre bever
    Diese Vergleiche zur NS Zeit sind wiederlich. Wieso wird das immer wieder getan? Die Massentierhaltung und denn Holocaust zu vergleichen.. wie kommt man darauf? das hat beides absolut nichts miteianander zu tun.

  63. Susi sagt:

    Ich esse tierische Produkte, weil ich sie brauche und ansonsten nicht gesund bin. Wenn das bei anderen anders ist, dann ist das toll, kann nir nicht verallgemeinert werden.
    Ich akzeptiere, das für mich andere Lebewesen sterben müssen. Tiere und Pflanzen. Das gehört zum Leben dazu. Ich halte mich nicht für ausserhalb der Natur stehend. Wenn das aktuelle System Fehler hat, dann sollte man diese ändern.

  64. Melanie sagt:

    Warum sollte es besser sein, glückliche Tiere zu essen? Die wollen doch erst recht nicht sterben. Jeder hängt an seinem bisschen Leben – warum sollte es in Ordnung sein, anderen ihres einfach zu nehmen. Und die Frage nach Tod oder Leben ist nunmal schwarz/weiß und nichts dazwischen.

    • christian sagt:

      Der Tod ist das Gegenteil der Geburt. nicht des Lebens.

      @alle: warum müssen denn Definitionen (vegetarisch, flexitarisch, vegan, Carnivor) euer Leben beeinflussen.
      Unsere Wahrnehmung ist immer Intersubjektiv, das heisst, dass Niemand alles Perfekt machen kann – jeder hat einen eigenen Maßstab.
      Ich möchte der Mehrheit der Menschen vertrauen, dass sie nach bestem Wissen (hier ist oft die Krux) und Gewissen handeln.
      Nur so können wir (wie auch von Daniel oben im Text beschrieben) unseren eigenen Gedankenentwicklung folgen und das tun was wir für richtig und gut halten – oktruiert funktioniert das leider nicht.

      Gruß
      Christian

  65. Timm sagt:

    Hallo Anja,
    schade dass du über solche Connections nicht verfügst. Auch für dich als Vegetarierin/Veganerin gäbe es da sicherlich viele Vorteile, wie z.B. tollen Apfelsaft von ungespritzten Äpfeln frisch von der Hofmosterei oder leckeres Gemüse aus dem Garten. Das ist einer der Gründe, warum ich gerne auf dem Land lebe. Wir halten zudem selber Bienen und Honig ist ein tolles Tauschprodukt für alles Mögliche.
    Was ich etwas schade finde ist, dass du etwas schwarz/weiß, bzw. in Extremen argumentierst. Warum müssen fleischessende Menschen eine „Gier“ nach Fleisch haben? Und wieso sollten sie ihren Hunger an Fleisch stillen und warum sollten sie keine Alternativen konsumieren (also ich kenne persönlich keinen einzigen Menschen, der sich ausschließlich von Fleisch ernährt)? Ob „wir“ zuviel Fleisch konsumieren? Zweifelsohne. Ob wir ohne Massentierhaltung auskommen können? Ich denke schon. Zurück zum Sonntagsbraten! Wer meint, täglich Fleisch essen zu müssen, sollte auch meiner Meinung nach mal seine Einstellung zur Ernährung überdenken, bzw. überhaupt mal anfangen darüber nachzudenken.
    Gruß von Timm, der Essen nach dem Geschmack und nicht nach dem Fleischgehalt bewertet.

    • Axel sagt:

      Herrlich… Sehe ich genauso. Gruß vom Lande…

      • New Number 2 sagt:

        Bravo, diesen Kommentar habe ich leider zu spät gelesen und deshalb die Hälfte der hier bereits angeführten Argumente nochmal gebracht. Danke, dass ich wohl doch nicht alleine auf weiter Flur stehe.

    • Stefan sagt:

      Ahhhhh ja bin wieder viel zu spät aber was du schreibst ist einfach fair.

      Leider sind 99% der Veganer/Vegitarier der Meinung das selbst Menschen die nur den Sonntagsbraten essen sind schlimmer wie Hitler persönlich. Zumindest habe ich ausschließlich solche Veganer kennen gelernt.

      Weniger? Ja.
      Artgerecht? Gerne.
      Komplett verzichten? Nein danke.

      Ich bin zu pragmatisch für diesen endlosen Kindergarten, ich würde auch Menschen essen, ich meine ist ja auch nur Fleisch und wenn ich den Tropf nicht kennen gelernt habe ist der mir gleich viel wert wie Tierfleisch, leiden mussten ja beide dafür.

      Wer mich aber kennt weiß ich bin ein herzensguter Mensch, ich bin weder Schwarz noch Weis noch Grau sondern mehrfarbig.

      Pech dem der mich verurteilen will.

  66. andre bever sagt:

    Eigentlich liebe ich „nur“ Tiere.
    Hunde streicheln und Schweine essen widerspricht sich total.
    Zu Hitlers Zeiten war es legal Menschen zu vergasen.
    Heute ist es legal Fleisch zu essen.
    Esst was ihr wollt aber nicht auf Kosten anderer.
    Vegan ist einfach nur lieb zu JEDEM.

  67. ElaS. sagt:

    ja, z.B. die Atomkraftgegner, alle sind sie auf die Straße, aber keiner hat einfach auf Strom verzichtet, es hätte gereicht nur am Tag der Demonstration alles auszuschalten, alle, das wäre die viel bessere und ehrlichere Demonstration gewesen und hätte viel mehr genutzt. Wer am lautesten schreit ist der größere Held, wer aber einfach konsequent verzichtet bzw. handelt ist ein Extremist… Völlig abgefahren!

  68. Anja sagt:

    Timm, dann erklär mal bitte der Welt, wie sie alle ihren Hunger, oder soll ich sagen , ihre Gier an “ glücklichen“ Tieren decken sollen? Selbst wenn ich noch Fleisch essen wollte, ich KENNE niemanden, der mir eins zur Verfügung stellt, das nicht aus Massentierhaltung stammt. Da habe ich wohl nicht genügend Connection für. Wie will die ganze WElt von ein paar ach so gut behandelten Schafen und Kaninchen satt werden, wenn sie nicht bereit ist, auch einmal Alternativen zu nehmen? Ich werde sehr gut satt. OHNE Tierleid. Und ja, auch bei mir werden wohl Lebewessen getötet, wenn ich über den Boden laufe oder Auto fahre oder oder oder. Aber das ändert sich ja nicht, wenn ich wieder anfange, Fleisch zu essen. DAs kommt ja nur noch oben drauf.

    • New Number 2 sagt:

      Du liebe Güte, Anja!
      Hier wird aber sehr stark schwarz/weiß gemalt. Wer Fleisch isst, isst doch nicht nur Fleisch. Nebenbei gibt es auch Tage, die ganz ohne gehen und es muss ja nicht links und rechts vom Teller hängen. Gute Kartoffeln oder ein frischer knackiger Salat aus eigenem Anbau sollten schon auch verzehrt werden. Klar, Ihr Veganer seht nur nicht-tierische Produkte. Aber wir Allesesser können aus der gesamten Bandbreite der Ernährungspyramide auswählen und zwar vernünftig, von viel Vegan, über Vegetarisch bis hin zu etwas Fleisch. Ansonsten hätte das gesamte Prinzip doch nicht über Jahrtausende hervorragend funktioniert, oder?

  69. Suedelbien sagt:

    Boah, als ich eben meinen Kommentar schrieb, war der letzte, der zu lesen war, der von frankie. Inzwischen sind ja etliche dazugekommen, die mir aus der Seele sprechen, toll, vielen Dank!

  70. Timm sagt:

    Moin,
    mich stört ein wenig der augenscheinliche gedankliche Automatismus Fleischkonsum = Massentierhaltung.
    Es gibt aber viele Wege dazwischen.
    Ich für meinen Teil kann sagen, dass meine Familie und ich fast ausschließlich nur noch Fleisch von Tieren aus Hobbyhaltung aus der Nachbarschaft und Fleisch- und Käseaufschnitt aus dem Bioladen (mit bekannter Herkunft) konsumieren, da wir nämlich auch ein Problem mit Qualfleisch aus Massentierhaltung haben. Ansonsten sieht es aber so aus, dass ich willens und in der Lage bin, ein Tier, das ich zu essen gedenke, persönlich zu töten. Ich habe dies bereits getan und werde es wieder tun (Kaninchen, die weichen, kuscheligen). Zudem haben wir lange selbst Tiere gehalten und auch aufgegessen (Schafe, die Schlachtung hat allerdings ein Profi gemacht, ich verfüge über kein Bolzenschußgerät o.ä.). Zu allem Überfluß halten wir trotzdem Katzen und ich kann ihnen täglich guten Gewissens in die Augen schauen.
    Desweiteren möchte ich an frankie anknüpfen und nach der Konsequenz fragen. Wie siehts mit dem Auto- oder Busfahren aus, wieviele Insekten enden da an der Scheibe? Oder haben Insekten weniger Lebensberechtigung als Säugetiere? Was ist mit Sojawüsten und das der Mensch Grass vom Weideland nicht essen kann, selbiges aber meist auch nicht in Äcker umgebrochen werden und dann auch der Nutzen der CO²-Bindung wegfallen würde?
    Und ja, mir gehen selbstgerechte Besseresser und Zeugen Jehovegans auf den Senkel, vor allem wenn ich das Gefühl habe, dass sie nicht zuhören (können).
    Gruß,
    Timm

  71. Suedelbien sagt:

    Ja, @frankie, wir müssten im Wald leben, uns von den dort wachsenden Beeren und Wurzeln ernähren, in aus Zweigen und Filz gebastelten Hütten hausen um zu vermeiden, auch nur irgend ein Produkt zu benutzen, das unter prekären menschenausbeutenden Verhältnissen in armen Ländern oder auf Kosten irgend einer lebenden Kreatur produziert worden ist. Erst dann sind wir es wert, ernst genommen zu werden.

    Oder? Nein. Jeder, der einen Missstand in diesem Leben erkannt hat und an sich selbst etwas ändern möchte, um den Missstand ein kleines bisschen abzumildern, um ein Signal in Richtung weniger Leid zu setzen, egal, ob es sich dabei um weniger Tierleid oder Menschenleid oder beides handelt, handelt in heilsamer Weise. Kein Mensch ist in der Lage, sein Leben um 180° von jetzt auf gleich umzukrämpeln, seine Gewohnheiten, Lebensumstände und Überzeugungen auf einmal abzulegen. Allein die Erkenntnis von Missständen braucht Zeit und Energie, erst recht die Veränderung an sich selbt. Wer also angefangen hat, diesen Weg zu beschreiten, verdient allerhöchsten Respekt. Und das darüber Nachdenken über die zahlreichen leidvollen Ungerechtigkeiten in dieser Welt ist schon ein Schritt in die Richtung, etwas zu verändern. Das geht aber nicht alles auf einmal und auch nicht von heute auf morgen. Wer also meint, jemand, der sich auf den Weg gemacht hat, müsse gleichzeitig auch alle anderen Missstände aus der Welt schaffen wollen, denkt zu kurz und möglicherweise aus der Motivation heraus, genau gar nichts verändern zu wollen.

  72. Nicole sagt:

    Unbequem Frankie ? Ne, ganz sicher nicht. Es ist immer leicht ein Haar in der Suppe zu suchen um damit von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Menschen die nach dem Motto leben, ich tue liebe gar nichts, weil ich kann nicht alles tun, sind doch schon längst tot.
    Wer will schon von solchen Menschen ernst genommen werden ?
    Es ist so unglaublich stereotyp. Mit dem Finger zeigen und laut blöken: “ haha, ihr macht auch bösen Sachen!“ Ja, tun wir, aber zumindest haben wir ein Bewußtsein, daß über das einer Amöbe hinausgeht :D

  73. Conny Zschorn sagt:

    Ich verstehe Dich sehr gut das Du Veganer bist. Ich kann eher vegetarisch leben. Aber eins mußt Du mir erklären uch mach das nicht mit erhoben Zeigefinger oder böse. Wenn eine Vegane Mutter stillt wo bekommt sie die wichtigen Sachen her wie B12 usw. Das kann man nicht nur mit nahrungsergänzungsmittel bekommen. Hab vor 8 Wochen ein Bericht gelesen das einer Veganen Mutter das Baby gestoren ist wegen Mangelerscheinungen. Sie war keine schlechte Mutter. Es tut mir wirklich leid weil ich selber weiß wie es ist ein Kind sterben zu sehen und nichts machen können,
    Sie hätte nur in der Stillzeit etwas Fleisch essen müssen dann wäre es nicht passiert. Ich hab aber das Gefühl das Vegan die neue Modeerscheinung ist und das sollte es nicht werden. Es sollte alle wachrütteln. Ich selbst ess wenig fleisch aber ich schau genau hin wo ich einkaufen gehe.
    Es ist aber schon schlimm das auch mt dem Siegel Bio schindluder betrieben wird . So was muß aufhören. Man sollte als Verbrauche sicher sein das es auch Bio ist.
    Ich wünsch Dir alles gute
    LG COnny
    Hoffe das ich dich verletzt habe das wollte ich nicht

    • Daniel Weber sagt:

      Hallo Conny,

      wo hast Du das gelesen? Generell ist es für eine werdende Mutter wichtig sich gesund und ausreichend zu ernähren. Ein B12 Mangel entsteht idR erst nach einigen Jahren unzureichender Zufuhr.

      LG Daniel

      • Joanna sagt:

        Ja ein B12-Mangel entsteht erst nach Jahren, aber er entsteht wenn kein B12 zugeführt wird. Aber mitlerweile ist vielen Produkten B12 zugesetzt, rein theoretisch dürfte es schwer sein damit unterversorgt zu werden. Es sei denn man nimmt keine dieser angereicherten Produkte zu sich.

        Bei der veganen Mutter könnte es allerdings auch der Fall sein, dass sie einen Mangel am Intrinsic-Faktor hat. In so einem Fall ist eine hochdosierte oder sogar intravense Gabe dieses Vitamins vonnöten damit es zu keinem Mangel kommt. Das Problem mit dem Intrinsic-Faktor ist aber kein speziell veganes, es hat nichts mit der Ernährung zu tun sondern oft mit einer Autoimmunkrankheit.

    • crissie sagt:

      *hm .. ich lebe seit jahrzehnten vegan, supplementiere null B12 und meine Werte sind bestens ..

      Es gibt ja verschiedene Theorien, wie es zum B12 Mangel kommt .. da tät ich Euch empfehlen, mal zu recherchieren ;)

      • Anne sagt:

        Irgendwie wirst du B12 aufgenommen haben, und sei es über angereicherte Produkte, denn sonst wärst du leider bereits tot……

        • Guido sagt:

          B12 wird von Mikroorganismen hergestellt, die auf Pflanzen oder im Darm anzutreffen sind. Tiere nehmen respektive nahmen früher zumindest B12 in der zugeführten, pflanzlichen Nahrung auf. Die heutige Nahrungsquelle für Tiere beinhaltet, da Tiere nunmal nicht mehr mit frischen Pflanzen versorgt werden, kein B12 mehr, wodurch Tiere zum grössten , synthetisch hergestellten B12 Abnehmer wurden. Als Mensch kannst du entweder ebenfalls supplementieren oder frisches , unbehandeltes , gegebenenfalls noch leicht dreckiges Gemüse/Obst (Bio) zu dir nehmen, da der „Dreck“ bei Bioanbau, nicht nachteilig ist.

  74. Miriam sagt:

    Frankie,

    was bist du denn für einer?
    Wie intolerant und vor-verurteilend kann man denn sein?? Hast du schon mal drüber nachgedacht, dass Veganer durchaus auch menschenfreundlich sein können? Wir sind meistens pro Mensch und pro Tier. So verallgemeinernd wie du hier schreibst, kann man ja nicht mal erkennen was genau du ansprichst / kritisierst. Hilf uns doch mal auf die Sprünge, damit wir deine Fragen beantworten können!

  75. Laura sagt:

    @Frankie: Das ist hanebüchener Unsinn. Vegane Ernährung kommt mit Früchten, Gemüse und Nüssen aus. Tierersatzprodukte werden häufig nur übergangsweise gegessen.

    Und selbst wenn: kein Veganer verursacht mehr CO2-trächtige Transporte als der normalkonsumierende Kunde. Das sind dieselben Transporte, die, wenn du bspw. Soja meinst, den Fleischkonsumenten umso mehr betreffen, denn 80% des Weltsojabestandes wird für unsere Tiere angebaut.

    Deine Argumentation läuft völlig ins Leere.

    Zweitens: Welcher Veganer behauptet denn, er sei der perfekte Tierschützer?

    Niemand hat je behauptet, perfekt oder was besseres als du zu sein – auch wenn du dich anscheinend (daher scheinen die Aggressionen zu kommen) im Vergleich moralisch unterlegen fühlst und bei uns nach Fehlern suchst, um dich wieder gut zu fühlen.

    Ein Veganer ist jemand, der sein Mögliches tut, um die Welt ein Stückchen besser zu machen. Das hat bei jedem Grenzen, aber alles, was jemand tut, ist erstmal begrüßenswert. Dass einer als einzelner die Welt nicht retten kann ist doch klar :-)

  76. Sandy sagt:

    1. frage ich mich gerade, ob das so ne Einstellung „also wenn man einen schlecht behandelt, dann doch bitte alle“ ist.

    Soll heißen, entweder ich lebe wie du es beschrieben hast im selbstgebauten Unterstand oder ich soll jeden quälen und töten, der mir in die Quere kommt? Mit anderen Worten, da quasi niemand so leben kann, sollen doch alle Menschen bitte alles und jeden misshandeln/töten?
    –> kann ich nicht verstehen

    und 2. wundere ich mich sehr über die Veganer, die du so kennst!!! Meine Erfahrung ist nämlich genau das Gegenteil…nämlich, dass die jenigen, die vegan leben sich dazu auch noch für fair trade und co interessieren und da auch noch viel moralischer leben als alle anderen…
    gerade „Tierschutzklamotten“ sind doch meistens fair trade! Ich wundere mich sehr über deinen anderen Kenntnisstand!

  77. Kerstin sagt:

    sehr cooles Statement,Daniel ! Stimme Dir in allen Punkten zu !

    @frankie: nein, überhaupt nicht unbequem und wie kommst Du nur darauf das wir darüber nicht nachdenken ? Vegan leben bedeutet nicht nur für Tiere einzustehen, sondern in allen Lebensbereichen so weit, wie möglich ethisch korrekt zu handeln !

  78. Tom sagt:

    Vegane Ernährung ist der größte Beitrag zum Weltfrieden, der genau bei den eigenen täglichen kleinen Entscheidungen und Notlügen anfängt, nach Ehrlichkeit zu sich und der Welt zu rufen. Wenn etwas sehr polemisiert, obschon es eigentlich ein Wunsch nach friedlichem Miteinander ist kann es auch der Spiegel der Aggressivität sein, die der Mensch dem Lebewesen Erde antut – Projektion oder der Verweis auf die „Unlösbarkeit“ eines Dilemmas ist eine Strategie der mangelnden Einsicht und oft eine faule Ablenkung von sich. Ich arbeite an mir, schrittweise, dazu gehören auch Fehler – z.B. aus meiner Sicht der Fehler, jahrelang Fleisch gegessen zu haben. Danke für Deinen Beitrag!

    • New Number 2 sagt:

      Wot? Veganer sind der Schlüssel zum Weltfrieden? Das sag‘ mal den Separatisten in der Ukraine, der IS oder dem Al-Shabab in Afrika!

  79. frankie sagt:

    Okay, wieviele Kinder werden in China oder Indien ausgebeutet, damit ihr eure Tierschutzklammotten tragen könnt ? Hat Euch noch nie interessiert. Wieviele LKW Kilometer müssen zurückgelegt werden, damit Ihr eure doch so edlen Produkte kaufen könnt. Habt Ihr nie ´drüber nachgedacht. Aber das leidende Tier tut euch leid ? Erst wenn Ihr im Grassröckchen im Wald nach Wurzeln und Beeren sucht und diese dann in Eurem selbstgebauten Unterstand verzehrt könnt Ihr darauf hoffen ernst genommen zu werden. Na, bisschen unbequem ?

    • Leni sagt:

      Nicht unbequem… aber unnötig Frankie.

      Man sollte nicht mit dem Finger auf Menschen zeigen und vorhalten, was sie alles falsch machen, wenn doch diese Menschen sehr viel richtig machen und mehr für eine bessere Welt tun, als man selbst.

      Das ist Selbsschutz, ich weiß. Sowas kann man nur schreiben, wenn man von sich selbst ablenken möchte.

      Charakterstärke ist: Bevor man über andere urteilt, fange erst bei dir selbst an.

    • Suse sagt:

      Frankie, du weisst schon, dass Veganismus bedeutet, unnötiges Leid zu vermeiden. Was auch Menschenleid einschließt, weshalb Veganer eben auch darauf achten, entsprechende Klamotten zu kaufen, die eben nicht von Kinderarbeit stammen? Bitte informiere dich besser und höre nicht auf alles, was man dir am Stammtisch erzählt ;-)

      • Lisa sagt:

        Hmm, ich weiß nicht, ob ein veganer Lebensstil tatsächlich faire, ökologische Kleidung mit einschließt. Es ist pauschal, zu behaupten, Veganer äßen nur Soya und Tofu – was wiederum tatsächlich klimaökologisch nicht gerade nachhaltig gehandelt ist – aber es ist auch pauschal, zu sagen, Veganer achten auf faire Kleidung.

    • Christian sagt:

      „Hat Euch noch nie interessiert.“ „Habt Ihr nie ´drüber nachgedacht.“
      Woher diese Unterstellungen? Veganer sind weder eine homogene Masse, noch sind die von dir dargestellten Probleme keine explizit veganen Probleme. Nur insofern, dass gerade Veganer bei dem Kauf ihrer Produkte, abhängig ihrer Motivation zu einer veganen Lebensweise, genau auf diese Aspekte achten.

    • Marén sagt:

      Veganer_innen sollte es unbequem sein, dass Du uns auf noch mehr Leid in dieser Welt hinweist? Dafür ist „unbequem“ wahrlich das falsche Wort. Und sei Dir gewiss: Wir wissen um das Leid, wir wissen um die Probleme. Und die meisten (zumindest alle, die ich kenne und das sind einige) versuchen, Leid zu vermeiden, wo es geht – an Mensch und Tier. Aber das ist es gar nicht, oder? Du willst uns zeigen, dass wir nicht perfekt sind, dass wir Fehler machen und auch nicht auf alles achten. Um uns dann sagen zu können, Du achtetest eben auf andere Dinge als wir, es ist Deine persönliche Entscheidung, Fleisch zu essen und so zu leben wie Du willst. Falsch. Eine Entscheidung ist nur so lange persönlich wie sie anderen nicht schadet. Unsere Entscheidungen sind alles andere als persönlich, sie betreffen immer andere. Das sollte jeder im Hinterkopf behalten.

      Noch zwei Dinge: Veganer_innen sind gemein hin keine „Tierschützer“ sondern „Tierrechtler“ – ein frappierender Unterschied. Desweiteren: Wieviele Veganer_innen kennst Du eigentlich persönlich, um mit derartigem Wissen über „uns“ aufwarten zu können.

      Ganz ehrlich? Ich hab die Schnauze voll von diesem Bullshit. Dieses „Ihr seid aber auch nicht perfekt“ – nein, sind wir nicht, aber wir versuchen wenigstens, Rücksicht zu nehmen. In dieser Welt gibt es dafür nur Spott und Häme. Das ist armselig.

      • Anna Conda sagt:

        Danke, so in etwa hab ich es auch versucht zu erklären. Dieses Unverständnis und diese Ablehnung seitens der Fleischfresserfront ist mir mehr und mehr ein Rätsel. Man muss sich heutzutage fragen, ob die Menschen neben ihrem Verstand auch hin und wieder ihr Herz einschalten. Dann stellt sich die Frage nach dem Gut oder Böse, Richtig oder Falsch, gar nicht erst. Sie erübrigt sich.

        • nancy sagt:

          Ich finde deine Ausdrucksweise unangebracht, wir fressen nicht, wir essen. Ich liebe Tiere und bin gut zu ihnen. Meinen Hunden fehlt es an nichts … die beiden haben es besser als viele Menschen auf dieser Welt, die leiden und Hunger haben.
          Ich verurteile keinen, wenn ihr veganer so leben möchte, dann soll euer freier Wille es euch auch erlauben aber lasst uns „allesesser“ auch unseren freien willen, das zu tun, was wir für richtig halten. Natürlich sollt ihr aufklären, das finde ich auch gut so, aber verurteilt nicht oder beleidigt. Fehler machen und nicht vollkommen sein, das ist menschlich. Wir stehen in der Nahrungskette nun mal ganz oben und haben die Wahl …
          Im Tierreich ist der Löwe auch die Antilope und wir Menschen werden das nicht verhindern können. Seine Wahl besteht nicht in dem er zwischen Fleisch und vegan entscheiden kann sondern ob er dieses oder die andere antilope frisst also stellt Tiere bitte nicht auf die selbe Stufe wie uns menschen, denn nur wir haben den freien willen

          • Andu sagt:

            Wir stehen in der Nahrungskette ganz oben? Aber auch nur noch bis alle Meere leergefischt sind und alle Wälder für Tierfutteranpflanzung abgeholzt wurden… Dann stehen wir zuunterst in der Nahrungskette. Weil die Menschheit zu dumm ist um Nachhaltig zu leben.

            Und für alle die denken, es geht nur um die Tiere. Blödsinn! Tausende von Menschen verhungern, weil wir Essen für die Tiere anpflanzen anstatt für Menschen. Völker, die im Regenwald etc. leben, sterben aus, weil wir ihren Lebensraum zerstören, um unser Tierfutter anzupflanzen.

            Der der Fleisch isst, ist nicht nur für Tiermord sondern auch für Menschenmord verantwortlich.

            Obwohl ich der Meinung bin, Vegan zu leben ist Milionen mal besser, will ich nicht alle Veganer in den Schutz nehmen. Denn je populärer Veganismus wird, desto mehr scheiss Produkte gibts auch für die Veganer. Auch in der veganen Welt ist nicht alles was glänzt Gold…

          • Patricia sagt:

            Genau. Wir haben den freien Willen. Und genau deshalb können wir uns entscheiden, kein Fleisch zu essen. Der Löwe kann das nicht.

          • New Number 2 sagt:

            Und auch Ihr VeganerInnen werdet sterben und die WeltIn wird weiter FleischInnen fressen… wenigstens etwas Beruhingendes.

          • Amancian Syndjenshmaith sagt:

            Weißt du, woher das Futter für deine ach so gleibeten Hündchen und Kätzchen herkommt???

    • kurt sagt:

      frankie, du alter Hobbycholeriker ;-) an welcher Stelle in dem Bericht hast du denn was über „Tierschutzklamotten“ und den Anziehgewohnheiten des Schreibers gelesen?
      Zu deiner Information, es gibt durchaus in Deutschland hergestellte Kleidung, man kann selbst nähen oder gebrauchte Sachen tragen/ kaufen/ tauschen, u.a.
      Aber schön, dass du diesen Blog liest, das wird über kurz oder lang auch deinen Horizont erweitern…feel free, aber mit gutem Gewissen

    • JoS sagt:

      Es gibt wohl Abstufungen der Widerspruchsfreiheit, oder?

    • Daniel Weber sagt:

      Mich hat es wirklich eine lange Zeit nicht interessiert, wo meine Kleidung herkam. Das fing erst an als ich mich mit der Welt in der ich lebe beschäftigte. Das geht wie beim veganen Leben Schritt für Schritt. Die Welt, zu einem Paradies formen schaffen die vegan lebenden Menschen auch nicht an einem Tag. Aber sie beginnen Leid und Ausbeutung in Frage zustellen.

      Danke Frankie für deine Sorge um die Kinderarbeit in Asien und sicher auf der ganzen Welt. Das Thema interessiert mich und sicher viele Leser hier. Wenn Du Links zu Shops hast, Informationen oder Seiten von Aktivisten hast immer her damit. Stell Sie hier online. Hilf dabei und mach die Welt ein Stück weit besser. Und wenn Dir jemand sagt, es sei nicht genug und es sei sinnlos oder gar Heuchelei – glaube ihm nicht!

      LG Daniel

    • Angie sagt:

      An Frankie:
      Du scheinst bisher von Veganern nicht viel zu wissen. Denn sonst wüsstest Du, dass eine vegane Lebensweise mit dem Essen anfängt und mit der Wahl der nicht unbedingt teuren, dafür aber tier- und menschleidfreien Kleidung und Kosmetik noch lange nicht aufhört. Eine vegane Lebensweise berücksichtigt Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen.
      Und welchen Beitrag zu diesen drei Bereichen leistest Du?

    • Ralph sagt:

      Vorab: Dies ist ein genereller Kommentar, der von Frankies Aussage inspiriert ist, und soll einfach mal die Augen dafür öffnen, wie wir miteinander umgehen.
      Hier läuft mal wieder ein altbekannter Prozess, mit dem verhindert wird, dass sich überhaupt etwas ändert. Wir zeigen im Kreis aufeinander, was ja auch alles noch nicht angeschaut wurde bzw. nicht versucht wurde zu ändern.
      Wenn es so weiter geht, wird sich gar nichts ändern!

      Nach meiner Meinung trägt derjenige, der eine Ungerechtigkeit sieht und für wichtig hält, selbst die Verantwortung, dies anzupacken.

    • Anna Conda sagt:

      Was bitte sehr tun Fleischesser, damit diese Welt besser und gerechter wird? Bevor man irgendwelche plumpen, pauschalen und völlig überzogenen Urteile über Menschen fällt, die sich für wehrlose, unschuldige Wesen wie es Tiere sind, stark machen, erst einmal an der eigenen Nase zupfen. Kein Tier hat das grausame Schicksal verdient, für das ihr Fleischesser mitverantwortlich seid. Mit jedem Bissen.

      Unbequem ist allenfalls die Wahrheit über die qualvollen Tierschicksale, die Fleischesser auf ihre Kappen nehmen müssen.

    • Tertius Gaudens sagt:

      Frankie, du hast es nicht verstanden.
      Es geht nicht darum, dass man immer zu 100% moralisch korrekt handelt. Es geht im Leben immer nur darum, dass man es versucht! Ich kann keinen Weltfrieden erschaffen? Mag sein, aber ich werde es in jedem Falle versuchen! Ich kann nicht alle Tiere retten? Auch das mag sein, aber ich kann wenigstens versuchen, dass wegen mir so wenig Tiere wie möglich leiden! Die Welt ist nicht der Gegner, sondern du selbst.
      Aus meinen Worten kommt Entschlossenheit, aber du redest aggressiv. Das ist nicht notwendig, niemand hat dich angegriffen oder möchte sich über dich stellen. Du bist ein Mensch, also verhalt dich so. Du kannst das!
      T.G.

      • New Number 2 sagt:

        Völlig richtig: Die Welt ist nicht Dein Gegner!
        Die Welt ist eine Heilanstalt mit lauter schweren Fällen, die alle glauben frei zu sein, in ihren Gummizellen! Die erste Klassse liegt bequem, lässt sich das Beste schmecken. Die zweite Klasse zahlt dafür und die Dritte, die muss verrecken!

    • crissie sagt:

      @frankie,

      meine Klamotten sind auch SOZIAL nachhaltig und nicht unter den von dir behaupteten Konditionen produziert.

      Auch esse ich keine Importware – es ist ganz einfach, wenn man sich ein wenig Infos holt und günstiger obendrein, schau z.B. einfach mal, was Sprossen & Keime inhaltsstofftechnisch bieten, da ist alles drin und es kostet mich ca. € 10,- / Monat (siehe z.B. „Das große Buch der Sprossen und Keime).

      Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – ganz einfach.

    • Marko sagt:

      „Okay, wieviele Kinder werden in China oder Indien ausgebeutet, damit ihr eure Tierschutzklammotten tragen könnt ?“

      Keine. Nennt sich „fair trade“, eine ganz tolle neue Sache, von der man durchaus schon mal gehört haben kann, so man sich damit _wirklich_ befassen und nicht nur dumm rumpöbeln will.

      „Hat Euch noch nie interessiert.“

      Wie kommst du zu so einer Unterstellung?

      „Wieviele LKW Kilometer müssen zurückgelegt werden, damit Ihr eure doch so edlen Produkte kaufen könnt.“

      Ist das bei Dir anders? Kaum – denn zusätzlich zu dem, was für mich transportiert wird / werden muss, kommen bei Dir noch die Tiertransporte DAZU.
      Wenn ich mich hinstelle und sag „schau mal, das und das ist falsch, kann man anders machen“ bekommt diese Aussage doch wohl mehr Gewicht und Glaubwürdigkeit, wenn ich selbst entsprechend handle…

      „Habt Ihr nie ´drüber nachgedacht.“

      Siehe oben. Eine Unterstellung wird nicht wahr, nur weil sie ständig wiederholt wird.

      “ Aber das leidende Tier tut euch leid ? Erst wenn Ihr im Grassröckchen im Wald nach Wurzeln und Beeren sucht und diese dann in Eurem selbstgebauten Unterstand verzehrt könnt Ihr darauf hoffen ernst genommen zu werden.“

      Kaum. Es ist unmöglich für einen Menschen, „alles richtig“ zu machen – doch ich kann tun, was in meiner Macht steht.
      Was _genau_ tust du? Ausser mir vorhalten zu wollen, dass ich erst gottgleich sein und existieren müsste, bevor ich Kritik anbringen „darf“?

      „Na, bisschen unbequem ?

      Nein, nur sachlich wie rhetorisch falsch. Blanker Selbstschutz, aber null Reflektion.

    • MacBe sagt:

      Solche Argumentationen werde ich nie begreifen. Das eine schließt doch das andere nicht aus. Ich kenne sehr viele Menschen die vegan leben und sich in der Kindernothilfe oder sonst wo engagieren. Vegan leben ist eine ganzheitliche Philosphie der Achtsamkeit, für die Welt in der wir leben und die ganz selbstverständlich auch für Menschen gilt. Wo bleiben denn die Engagements der Leute, die auf Veganer mit Fingern zeigen und sagen „ja aber, da und dort, da zeigst du noch kein Engagement“. Meiner Erfahrung nach erschöpft sich das eigene Tun solcher Menschen in einem „weiter so“. Meine Frage also, was tut der Verfasser dieser Nachricht um die Welt ein kleines Stück besser zu machen, als nur auf andere mit dem Finger zu zeigen?

    • maria sagt:

      Wow, frankie, du bist aber gut informiert über den Lebensstil von Veganern!
      Dass z.B. die Tierhaltung Zig Millionen Hektoliter Wasser und und vor allem zig Millionen Tonnen Getreide als Futtermittel verbraucht werden und dadurch vielleicht zum Hunger in vielen Ländern beiträgt, ist dir nicht bekannt, gell?

      • New Number 2 sagt:

        Richtig, Maria: Mit dem Getreide und anderen Lebensmitteln, die wir den Tieren verfüttern, kann man noch mehr Menschen in der Dritten Welt am Leben erhalten, die dann wieder noch mehr Kinder bekommen, die dann wiederum zu wenig zu Eseen haben und wieder hungern und wieder mehr brauchen, bis wir 20 Milliarden Menschen auf dem Globus sind und der Hunger ist immer noch nicht ausgerottet. Mist aber auch…

    • Bilbo Beutelstall sagt:

      Ich stimme frankie in Teilen zu. Wie viele Milliinen Hektar werden plattgemacht um soja zu pflanzen. Die Kommentare hier sind einfach nur mega arrogant so wie der ganze artikel. Und während ihr mit euren Jutebeuteln und euren gesichtslosen meinungen die vegantheken ausräumt und euch Fleischersatz holt. Sitzt da irgendein Imperiumschef der seine Scheinchen zählt und euch auslacht wähtend er euer geld für Waffenexporte ausgibt. Ist ein krasses Beispiel. Soll aber zeigen das es keinen grund gobt sich als weltverbesserer zu betrachten. Alle Menschen die in Industrieländern leben und geld haben sind rädchen die die scheisse am laufen halteen solange menschen an der Spitze sitzen die ganz platt gesagt böse sind und nur an Kapital interessiert sind. Kann mir sagen worin der Unterschied besteht zwischen millionen hektar regenwald abholzen für rinder oder für gemüse? Wie viele biosigel sind gekauft? Man Leute begreifts doch….ihr seid villt tierlieb und das ist okey aber hört auf euch als die geilen weltverbesserer zu sehn. Wir sitzen im selben boot und ja ich werd euch verwöhnten kackhipster mit euren appleprodukten die scheisse erst abnehmen wenn ihr es schaffen könntet dem kapitalismus im ganzen abzzuschwören. Aber ja Tofurkey kram für ehm…6.95 pro 100g kaufen. Ihr reich…ehm armen weltverbesserer und wenn ihr Schuhwichse essen würdet es interessiert keinen!!!

  80. Kimberly sagt:

    Natürlich hast du recht.
    Ich bin allerdings am ende nicht wegen den ganzen Fakten
    Veganerin geworden, sondern wegen einer Freundin, die ohne Verurteilungen über ihre Überzeugung sprach, und einfach ihren Veganismus gelebt hat. Am Ende konnte ich mich nicht mehr selbst belügen.

    • Daniel Weber sagt:

      das freut mich zu hören. Mir erging es ähnlich. Eine Diskussion mit einer Freundin führte zu dieser Einsicht. Mir ging in der Rolle des Pro-Tiere-essen die Argumente schnell aus.
      LG Daniel

      • lisa sagt:

        genau so bin ich auch darauf gekommen.
        der moment, in dem mein hirn anfing zu rattern, und der vorhang von meinen augen fiel, war sehr befreiend.
        schöne gedanken in diesem eintrag, ich bin nicht vegan, kann sie jedoch auch teilen.

    • Elke Krafczyk sagt:

      Kimberly, Du hast recht und warst sehr ehrlich mit Dir und dazu hast Du eine gute Freundin.

      Wenn mich jemand nach meinen V-Gründen fragt, dann antworte ich kurz : Bin ich denn ein Friedhof??? Leichen soll man begraben und nicht essen.

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