skäggig vegan
20. Januar 2013

Bärtig, tätowiert und vegan

Der Fu ist also Veganer?!

Im letzten Jahr entschied ich mich zu einer veganen Ernährung. Dazu gesellte sich ein bewusster Umgang mit allen was mich umgibt. Dies führte zu einer weitestgehend veganen Lebensweise. Sprich ich achte bei allem was ich verbrauche oder gebrauche auf möglichst tierfreie Methoden. Den Umgang mit Ressourcen wie Wasser, Strom und Gas gestalte  ich immer bewusster. Buch statt TV. Fahrrad statt Auto. Effiziente Nutzung von Wasser und Gas/Heizung. Ich habe mir das alles nicht vorgenommen. Es passierte einfach mit mir. Je mehr ich mich mit Themen auseinandersetze, umso mehr merke ich, dass ich etwas ändern kann wenn ich mit mir anfange. Lange Zeit habe ich das in meinem Umfeld nicht angesprochen und sogar verschwiegen. Zu groß war Unlust darüber zu diskutieren. Ich wollte nie militant werden. Leider funktioniert das nun nicht immer. Es ist ein bedrückendes Gefühl keine Mitstreiter zu finden. Zu mühsam ist mir das Überzeugen. Ich mache das nicht – aber ich steh gern für offene Fragen  Rede und Antwort. Deshalb nun meine Erfahrungen hier im Blog.

Es kommt immer wieder die gleiche Frage auf:

Darfst Du das überhaupt essen? Darfst Du dies essen? Oder gar ist das nicht verboten als Veganer? Es scheint als ob mit der Entscheidung vegan zu leben oder sich zu ernähren neue Gesetze gelten. Ständig in Angst meine Mitmenschen könnten mich verpfeifen. Es fehlt wirklich noch eine Behörde wie die Veganer-Polizei die mir beim dritten Verstoss besuchen kommen. Scott Pilgrim against the World Fans wissen worüber ich spreche. Das meine Entscheidung freiwilliger Natur ist wird nicht immer in dem Ausmaß verstanden.

Und was isst du dann? Ich meine… da kannst Du doch garnicht mehr essen!

Auf unseren Tellern kommt Gemüse, Beilage und natürlich ein Stück Fleisch. Ist eins von diesen nicht dabei ist es keine vollwertige Mahlzeit. So war das früher, so ist es einfach. Ich bin mir sicher, dass der Großteil der Menschen (mich eingeschlossen) nicht wissen welche Nährwerte der Körper benötigt und welche er zu sich nimmt.

In diesem Sinne – eat smart!

Daniel Weber

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6 Antworten zu “Bärtig, tätowiert und vegan”

  1. Henning sagt:

    Hallo Daniel,
    bin gerade auf deine Seite gestoßen und finde einige deiner Beiträge zum Thema „vegan“ super geschrieben und habe beim Krankenhausbericht lauthals lachen müssen :-)
    Danke dafür!

    Alles Gute, Henning

  2. Robert sagt:

    Sehr guter Ansatz!

    Ich bin mir sicher, die meisten Verbraucher möchten gar nicht wissen, wie das Schnitzel gelitten hat.
    Es ist viel bequemer bestimmte Dinge ansichtlich zu ignorieren, als sich damit auseinanderzusetzen!

    Lebe zwar nicht vegan, aber ich verzichte gänzlich auf Fleisch. Ausgelöst durch Krankheit, bestärkt durch das Wissen um das Leid der Tiere.
    Der Markt gibt mittlerweile ein breites Sortiment an vegetarischen Produkten her, da schafft man es sogar eine „vollwertige“ Mahlzeit zu zubereiten.
    Die Illusion Fleisch essen zu müssen wird dadurch perfekt.
    Irgendwann braucht man auch diese Illusion nicht mehr.
    Fazit: Das Tofu Schnitzel als Methadon Programm

    Auch verändert sich bei einer fleischlosen Ernährung das Körpergefühl zum Guten!

    Seit November fleischlos! Habe vorher herrlich blutige Steaks (zwar vom Biometzger) geliebt, aber ohne geht es besser.

    Gruss Robert

  3. Michel sagt:

    Lag ich ja richtig, als du meintest du willst nur Pommes ;)

    Bisherige Versuche wenigstens mal eine Woche lang ohne Fleisch auszukommen scheiterten am Gedächtnis. Stelle diesen ganzen Fleischkonsum aber auch immer mehr in Frage.

    • Daniel Weber sagt:

      ganz genau deswegen ;)
      versuch es doch mal diese Woche. Das was Du noch da hast kannst Du essen (es wäre noch schlimmer, wenn das Tier umsonst gelitten hätte) und dann ohne. Lass hören wie es war.

      • Michel sagt:

        Ob das Tier gelitten hat möchte ich ein wenig in Frage stellen. Eigentlich wird das hier breifläufig doch so gemacht, dass die nicht groß was merken: Kopf ab und gut ist. Langsam ausbluten lassen bei Bewusstsein ist hier ja nicht. Zumindestens offiziell ;)

        Na gut, die Kühlschränke sind noch mit Wurst bestückt, aber ich probier es mal so gut es geht.

        • Daniel Weber sagt:

          mach das bitte mal… stell dir ein wenig die Frage was “humane Schlachtung” ist und berichte mir ;) Da kann man was über gute PR lernen.

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